Waldbrandgefahr in Brandenburg sinkt ab Montag deutlich, Ausnahme gilt nur am Fliegerhorst Holzdorf
Die akute Waldbrandgefahr in Brandenburg sinkt ab Montag deutlich, lediglich am Fliegerhorst Holzdorf bleibt das Risiko erhöht
Die akute Waldbrandgefahr in Brandenburg lässt ab Montag deutlich nach. Nach einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sinkt der Waldbrandgefahrenindex in den kommenden Tagen auf ein überschaubares Maß. Während am Sonntag noch für zehn Wetterstationen die mittlere Gefahr (Index 3) und für zwei weitere sogar die hohe Gefahr (Index 4) galt, wird für den Montag keine der Stationen mehr einen Wert über Stufe 2 verzeichnen.
Damit entfällt vorerst die Gefahr für großflächige Brände in den ausgedehnten Kiefernwäldern des Landes. Brandenburg gilt aufgrund seiner sandigen Böden und der geringen Niederschlagsmengen traditionell als das Bundesland mit dem höchsten Waldbrandrisiko in Deutschland. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg überwacht die Lage derzeit täglich. In der vergangenen Woche kam es bereits zu mehreren Zwischenfällen, darunter ein Brand bei Nauen im Havelland, der etwa zwei Hektar Waldfläche zerstörte und vermutlich durch eine weggeworfene Zigarette ausgelöst wurde.
Ausnahme im Süden
Trotz der allgemeinen Entspannung bleibt an einer spezifischen Wetterstation eine erhöhte Gefahr bestehen. Am Dienstag steigt der Index für die Station Holzdorf-Bernsdorf deutlich an und erreicht dort die zweithöchste Gefahrenstufe. Diese Wetterstation befindet sich direkt am Fliegerhorst Holzdorf im Landkreis Elbe-Elster, der an der Grenze zu Sachsen-Anhalt liegt.
Die besondere Gefährdungslage an diesem Standort ist auf lokale Wetterbedingungen und die geografische Lage zurückzuführen. Der Fliegerhorst ist einer der wichtigsten Militärflugplätze der Bundeswehr und beherbergt seit Dezember 2025 unter anderem das Raketenabwehrsystem Arrow 3. Sollte es in diesem sensiblen Bereich zu einem Brand kommen, wären die lokalen Feuerwehren und der Katastrophenschutz im Landkreis Elbe-Elster zu besonderen Koordinationsmaßnahmen mit den militärischen Stellen verpflichtet.
Regeln und Jahreszeit
Die Waldbrandsaison in Brandenburg dauert in der Regel von März bis Oktober. Je nach Gefahrenstufe gelten unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen. Bei den höheren Stufen 4 und 5, wie sie am Sonntag noch an einigen Orten herrschten, sind in Brandenburg strenge Verbote wirksam. Dazu zählen ein generelles Rauchverbot im Wald sowie das Verbot, offene Feuerstellen zu entzünden. Diese Vorschriften werden von der Polizei und den Forstbehörden kontrolliert und durchgesetzt, um weitere Brände zu verhindern.
Ab Montag wird sich die Lage für die meisten Regionen beruhigen, wobei der DWD für den Dienstag einen leichten Anstieg des Index von 1 auf 2 für viele Stationen prognostiziert. Lediglich im Süden des Landes, im Bereich des Fliegerhorts, bleibt die Aufmerksamkeit angesagt. Die Bevölkerung wird dennoch gebeten, auch bei niedrigerer Gefahr weiterhin sorgsam mit offenem Feuer umzugehen.