Vollsperrung Willi-Sänger-Straße bis 31. Juli

In der Willi-Sänger-Straße in Brandenburg an der Havel sind Bauarbeiten zur Reparatur eines Schmutzwasserkanals gestartet, die die Straße bis zum 31. Juli voll sperren

Vollsperrung Willi-Sänger-Straße bis 31. Juli
Symbolfoto · Foto: Kevin Kandlbinder / Unsplash

In der Willi-Sänger-Straße in Brandenburg an der Havel haben die Bauarbeiten zur Reparatur eines Schmutzwasserkanals begonnen. Die Straße ist zwischen der Brielower Straße und der Bergstraße voll gesperrt. Diese Maßnahme ist notwendig, um einen Schaden in der unterirdischen Infrastruktur zu beseitigen. Die Vollsperrung gilt ab dem 20. Juli 2026 und soll voraussichtlich bis zum Freitag, 31. Juli 2026, andauern.

Der Verkehr wird über eine ausgeschilderte Umleitung geführt. Autofahrer müssen die Route über die August-Bebel-Straße, die Rathenower Landstraße, die Upstallstraße und die Brielower Landstraße nutzen, bevor sie wieder auf die Brielower Straße gelangen können. In umgekehrter Richtung gilt die gleiche Logik. Wer in der Sperrzone parkt, muss mit einem kostenpflichtigen Abschleppen rechnen, da entsprechende Haltverbote aufgestellt wurden.

Auftraggeber und Hintergrund der Arbeiten

Die Bauarbeiten werden im Auftrag der Brawag durchgeführt. Das Unternehmen, die Brandenburger Wasserwerke und Versorgungsanlagen, ist für die Infrastruktur der Stadt zuständig und kümmert sich um die Reparatur der kritischen Kanalisation. Der Schaden betrifft einen Schmutzwasserkanal, der unabhängig von den früheren Arbeiten an der Straße liegt.

Bereits im Jahr 2017 wurden in der Willi-Sänger-Straße umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Damals wurden Fahrbahn und Gehwege erneuert. Die aktuellen Arbeiten zeigen jedoch, dass die unterirdischen Leitungen in diesem Stadtteil weiterhin besonderen Belastungen ausgesetzt sind und eine separate Instandsetzung erfordern.

Namensgeber der Straße

Die Straße ist nach Willi Sänger benannt, einer historischen Persönlichkeit mit lokaler Bedeutung. Willi Sänger (1894–1944) war ein kommunistischer Funktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er galt in der DDR als Held des Widerstands. Am 27. November 1944 wurde er im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Die Benennung der Straße erinnert an sein Schicksal und seinen Einsatz gegen das Unrechtssystem.

Anwohner, die Fragen zum Baufortschritt haben, können sich über die offiziellen Kanäle der Brawag informieren. Da es sich um eine kurzfristige Reparatur handelt, wird die Sperrung nach Abschluss der Arbeiten voraussichtlich sofort wieder aufgehoben.