Umweltbildungszentrum Britzer Garten 2027 neu gebaut
Das im Oktober 2024 zerstörte Umweltbildungszentrum im Britzer Garten soll ab 2027 für 2,4 Millionen Euro neu errichtet werden
Das abgebrannte Umweltbildungszentrum im Britzer Garten wird in seiner ursprünglichen Form neu errichtet. Die Bauherrin, die Grün Berlin GmbH, hat nun konkrete Pläne für den Wiederaufbau vorgestellt. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 beginnen, die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 geplant. Für das Projekt mit einem Kostenrahmen von rund 2,4 Millionen Euro wurden erneut die Planer des ursprünglichen Baus und der Außenanlagen gewonnen.
Nachhaltige Verbesserungen im Neubau
Der Wiederaufbau bedeutet nicht nur eine Wiederherstellung, sondern bringt auch wichtige energetische und funktionale Verbesserungen mit sich. So soll die bisherige technische Lüftung durch eine natürliche Lüftung ersetzt werden. Ergänzt wird das Gebäude zudem um eine Photovoltaik-Anlage. Zum Schutz vor sommerlicher Überhitzung sind eine Sonnenschutzverglasung sowie ein effektiver Blendschutz vorgesehen. Auch der barrierefreie Zugang soll im Neubau weiter optimiert werden.
Die Finanzierung des Projekts erfolgt aus dem Sondervermögen der wachsenden Stadt (SIWA) des Landes Berlin. Das ursprüngliche Gebäude, das 2017 als Ersatz für ein provisorisches Bauwerk eröffnet wurde, war architektonisch für seine Nutzung nachwachsender Rohstoffe wie Weißtanne und Thermokiefer bekannt. Die Entwurfsverfasser, die Hermann Kaufmann ZT GmbH aus Österreich, hatten das Haus damals mit einer charakteristischen, vogelnestartigen Struktur aus schräg angeordneten Holzstäben gestaltet.
Hintergrund und aktuelle Übergangslösung
Das Zentrum war im Oktober 2017 eingeweiht worden und diente als wichtiger Ausgangspunkt für Naturstreifzüge durch den Britzer Garten, etwa zum Kopfweidenpfuhl oder ins Feuchtbiotop. Betrieben wird die Einrichtung vom Verein Freilandlabor Britz e.V., der bereits seit 1987 Bildungsarbeit leistet. Jährlich besuchten zwischen 3.400 und 5.500 Kinder das Haus, um dort Umweltprojekte zu erleben.
In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober 2024 wurde das etwa 400 Quadratmeter große Gebäude durch einen Brand vollständig zerstört. Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen zu dem Vorfall Anfang 2025 als vorsätzliche Brandstiftung eingestuft. Bis zur Eröffnung des Neubaus findet die pädagogische Arbeit vorläufig im Karl-Foerster-Pavillon statt, der zuvor als Café im Garten genutzt wurde.