Simone Borris eröffnet naturnahen Spielplatz am Hohefeld‑Privatweg in Magdeburg

Simone Borris eröffnete den naturnahen Spielplatz am Hohefeld‑Privatweg, ein 2.200 m² großes Projekt der Stadt mit Kinderbeteiligung

Mit einem kleinen Fußballspiel hat Oberbürgermeisterin Simone Borris am Donnerstag, dem 2. Juli, den neuen Spielplatz am Hohefeld‑Privatweg feierlich eröffnet. Gemeinsam mit Kindern aus dem Wohngebiet trug sie den Anstoß, während der ehemalige 1. FC‑Magdeburg‑Stürmer Christian Beck den Ball einwechselte. Auch Finanzbeigeordneter Thorsten Kroll und Stefan Matz, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg, nahmen an der Zeremonie teil.

Die Stadt Magdeburg investierte rund 375 000 Euro in die naturnahe Anlage, die auf einer ehemaligen Brache entlang der historischen Eisenbahnstrecke – heute als „Kanonenbahn“ bekannt – entsteht. Die Brache wurde im Frühjahr 2025 zunächst um 35 Zentimeter mit Erdreich aufgefüllt, um anschließend zu setzen. Nach der Setzphase konnten im Frühjahr 2026 die Tiefbauarbeiten und die Montage der Spielgeräte beginnen.

Entstehung und Finanzierung

Das Projekt ist Teil des städtischen Investitionsplans 2025/26, der in einem Jahresbudget von etwa einer Milliarde Euro verankert ist. Die „Wald‑und‑Wiese“-Initiative, die im Herbst 2024 im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens entstanden ist, bildet den konzeptionellen Rahmen. Anwohnerinnen und Anwohner des Stadtteils Berliner Chaussee brachten in Workshops und einer Online‑Umfrage konkrete Wünsche ein – vor allem ein Platz zum Kicken und naturnahe Spielbereiche.

Die Gesamtnutzfläche des neuen Spielplatzes beträgt rund 2 200 m², davon mindestens 1 500 m² für die eigentlichen Spielbereiche. Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg ist für die Umsetzung verantwortlich und hat die Bauarbeiten koordiniert.

Ausstattung und Konzept

Der Spielplatz bietet zwei Sandspielbereiche für unterschiedliche Altersgruppen. Der kleinere Bereich enthält ein altersgerechtes Spielhäuschen, während der größere Bereich zum Balancieren, Klettern, Rutschen und Schaukeln einlädt. Ergänzt wird das Angebot durch eine Holzschnitzelfläche mit Seilbahn, ein Reck, ein Picknickareal, eine Tischtennisplatte sowie einen Bolzplatz mit Ballfangzaun. Naturnahe Bepflanzungen und ein Verzicht auf befestigte Flächen schaffen eine waldähnliche Atmosphäre.

Bei der Planung wurde besonders auf Nachhaltigkeit geachtet: Die verwendeten Materialien stammen aus regionaler Produktion, Regenwasser wird zur Bewässerung der Bepflanzungen genutzt, und die Bodenstruktur wurde so gestaltet, dass sie die natürliche Versickerung fördert.

Beteiligung der Kinder und Ausblick

Die Kinder des Wohngebiets hatten von Anfang an ein Mitspracherecht. Ihre Wünsche nach einem eigenen Bolzplatz und naturnahen Spielgeräten flossen direkt in das Design ein. Simone Borris, die vor ihrer Amtszeit im Stadtrat im Präsidium des 1. FC Magdeburg aktiv war, betonte, dass das Projekt den lokalen Sportgeist weiter stärken solle. „Es war der ausdrückliche Wunsch der Kinder, einen Ort zum Kicken zu erhalten“, sagte sie bei der Eröffnung.

Mit dem neuen Spielplatz soll nicht nur die Freizeitgestaltung der Anwohner verbessert, sondern auch die Attraktivität des Stadtteils gesteigert werden. Die Stadt plant, das „Wald‑und‑Wiese“-Konzept künftig auf weitere Brachen auszuweiten, um weitere naturnahe Spiel- und Erholungsflächen zu schaffen.