CDU-Politikerinnen diskutieren Apothekenreformen beim Stammtisch in Brandenburg an der Havel
CDU-Politikerinnen diskutierten beim Apotheker‑Stammtisch in Brandenburg an der Havel über die neuen Apothekenhonorar‑ und GKV‑Beitragssatz‑Regelungen
Der Apotheker‑Stammtisch fand am Donnerstagabend im Ferienloft „Havelblau“ in Brandenburg an der Havel statt. Eingeladen wurden neben Apothekern und Pflegedienstleistern Vertreter medizinischer Einrichtungen, darunter das Universitätsklinikum, sowie Vertreter von Krankenkassen. Als Gesprächspartnerinnen standen Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU‑Bundestagsfraktion und Mitglied im Gesundheitsausschuss, und die Bundestagsabgeordnete Dr. Saskia Ludwig (CDU). Gemeinsam mit Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin von Brandenburg an der Havel, diskutierten sie aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Apothekenlandschaft. Dr. Saskia Ludwig ist seit März 2025 Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Brandenburg an der Havel‑Potsdam‑Mittelmark I‑Havelland III‑Teltow‑Fläming I, und Dr. Dietlind Tiemann ist seit 2022 Oberbürgermeisterin, zuvor von 2017 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Hintergrund der geplanten Reformen
Simone Borchardt wies auf tiefgreifende strukturelle Defizite im deutschen Gesundheitswesen hin. In diesem Zusammenhang sprach sie über geplante gesetzliche Maßnahmen, die alle Leistungserbringer – also auch Apotheken – stärker finanziell einbinden sollen. Ziel sei die langfristige Stabilität des GKV‑Beitragssatzes, wobei die finanzielle Belastung für einzelne Praxen diskutiert wird.
Parallel dazu wurde über eine Anpassung des Apothekenhonorars diskutiert, die nach mehreren Jahren wieder erfolgen soll. Borchardt betonte, dass diese Erhöhung zwar ein positiver Schritt sei, jedoch durch weitere finanzielle Belastungen wieder teilweise aufgehoben werden könne.
Reaktionen
„Erst einmal ist es wichtig, dass wir als Politikerinnen und Politiker wirklich auf die Berufspraktiker hören“, betonte Borchardt am Ende des Abends. Sie versprach, die Anregungen der Teilnehmenden, insbesondere zu den Themen Krankenhausreform und widersprüchliche Finanzierungsmodelle, weiter zu verfolgen und als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Gesundheitsakteuren und Verbänden wird von den Anwesenden als entscheidend für praktikable Lösungen und die Sicherung der wohnortnahen Arzneimittelversorgung angesehen.