Julia Seidemann übernimmt Chefärztinposten in Potsdamer Psychiatrieklinik ab 1. Juli 2026

Ab dem 1. Juli 2026 leitet Dr. Julia Seidemann die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam

Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 übernimmt Dr. Julia Seidemann das Amt der Chefärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam. Sie führt die Klinik zunächst für ein Jahr und soll damit die bereits hohe Versorgungsqualität weiter sichern und ausbauen.

Dr. Julia Seidemann – beruflicher Werdegang

Dr. Seidemann studierte Humanmedizin an der Charité Berlin und promovierte 2004. Nach der Approbation sammelte sie erste klinische Erfahrungen in der Kantonalen Psychiatrischen Klinik Wil in der Schweiz sowie im KMG Klinikum Güstrow. 2007 wechselte sie an das Klinikum Ernst von Bergmann, wo sie zunächst als Ärztin in Weiterbildung in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie tätig war und zusätzlich Einblicke in die Neurologie erhielt. 2018 wurde sie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, anschließend übernahm sie verantwortliche Positionen als Fachärztin, Oberärztin und ab 2025 als leitende Oberärztin. In ihrer neuen Rolle betont Dr. Seidemann: „Unsere Klinik zeichnet sich durch ein engagiertes und fachlich starkes Team aus, das sich täglich mit großem Einsatz für die Patientinnen und Patienten einsetzt. Gemeinsam wollen wir Bewährtes fortführen und zugleich neue Impulse setzen, um die Versorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Dr. Christian Kieser – neue Schwerpunkte

Seit 2007 leitete Dr. Christian Kieser die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. 2021 wurde er zusätzlich zum Ärztlichen Direktor des gesamten Klinikums ernannt – eine Position, die er nach dem Führungswechsel nun voll ausfüllen wird. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit ist Dr. Kieser Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie. Er hat in mehreren europäischen Zentren – darunter Wien, Bozen, Bologna, Erlangen, Triest, München und Heidelberg – ausgebildet und ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie und Psychosomatik (DGPPN) sowie Sprecher des Arbeitskreises der Chefärzte für Psychiatrie‑ und Psychotherapieklinken (ackpa). In seiner neuen Funktion konzentriert er sich künftig auf die medizinische Weiterentwicklung des Klinikums sowie auf zentrale strategische und organisatorische Aufgaben.

Das Klinikum Ernst von Bergmann – Struktur und Bedeutung

Das Klinikum Ernst von Bergmann ist ein kommunales Schwerpunktkrankenhaus in Potsdam. Es verfügt über etwa 1 100 Betten und behandelte im Jahr 2019 rund 39 500 stationäre Patient*innen. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie versorgt nicht nur die Stadt Potsdam, sondern auch die umliegenden Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow. Im Jahresbericht 2024 wurden in dieser Abteilung 2 400 stationäre Fälle sowie 1 800 ambulante Behandlungen verzeichnet. Das Klinikum ist seit seiner Ausgliederung aus dem städtischen Eigenbetrieb im Jahr 2002 als gemeinnützige GmbH organisiert und blickt auf eine Historie zurück, die bis ins Pestkrankenhaus von 1756 reicht.

Perspektiven für die Psychiatrie‑ und Psychotherapieklinke

Als Teil des akademischen Lehrkrankenhauses der Health and Medical University (HMU) und der Charité spielt die Klinik eine zentrale Rolle in der Ausbildung von Medizinstudierenden und Fachärzt*innen. Unter der Führung von Dr. Seidemann und der strategischen Begleitung durch Dr. Kieser soll die Klinik ihre Position als regionales Versorgungszentrum weiter festigen, gleichzeitig Forschung und Lehre stärken und innovative Therapieansätze implementieren. Die enge Verzahnung von klinischer Praxis, Ausbildung und überregionalen Fachgesellschaften verspricht, die Qualität der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung in der Region nachhaltig zu erhöhen.