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Sachsen-Anhalt investiert 39,2 Millionen Euro in Modernisierung und Sanierung von Kitas bis 2029

Das Kabinett von Sachsen-Anhalt hat am 23. Juni 2026 einer Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund zugestimmt, die eine Investitionsoffensive von 39,2 Millionen Euro zur Modernisierung und Sanierung von Kindertageseinrichtungen ermöglicht. Die Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ sollen zwischen 2027 und 2029 vorrangig für energetische Sanierungen und die Steigerung der Energieeffizienz eingesetzt werden. Sozialministerin Petra Grimm-Benne sieht in dem Programm eine Unterstützung für Kommunen und freie Träger, um den seit den 1990er Jahren bestehenden Investitionsstau zu beheben und die Betreuungsqualität trotz rückläufiger Kinderzahlen zu sichern.

Sachsen-Anhalt startet eine umfassende Investitionsoffensive zur Modernisierung und Sanierung von Kindertageseinrichtungen. Zwischen 2027 und 2029 stehen dafür insgesamt 39,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes und müssen bis Ende 2032 vollständig ausgegeben werden [Investitionsoffensive für Kitas in Sachsen-Anhalt: 39,2 Millionen für Modernisierung und Sanierung].

Das Kabinett des Landes hat am Dienstag, dem 23. Juni 2026, einer entsprechenden Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund zugestimmt. Damit ist der Weg für den Abschluss der Vereinbarung geebnet; sie wird in Kraft treten, sobald alle Bundesländer ihre Zustimmung erteilt haben. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) betonte im Anschluss an die Sitzung, dass das 39-Millionen-Paket den Standortvorteil einer hochwertigen Kita-Betreuung weiter ausbauen soll. Grimm-Benne, die das Ressort seit September 2021 leitet und zuvor unter anderem als stellvertretende Ministerpräsidentin tätig war, erklärte, dass angesichts der knappen Haushaltslage der kommunalen Familie und den freien Trägern unter die Arme gegriffen werde [Petra Grimm-Benne – Wikipedia].

Fokus auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Die Investitionsmittel sind insbesondere für beschleunigte Sanierungsmaßnahmen vorgesehen, die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in den Mittelpunkt rücken. Ziel ist es, durch gezielte Infrastrukturinvestitionen langfristig wirtschaftlichere Betriebsstrukturen zu schaffen. Dies soll etwa durch energetische Einsparungen und die Reduktion von Unterhaltungs- und Sanierungskosten erreicht werden [39,2 Millionen Euro für Kitas]. Der Fokus der Förderung liegt klar darauf, die Einrichtungen fit für die Zukunft zu machen und Energiekosten dauerhaft zu senken.

Herausforderungen durch den Investitionsstau und Demografie

Trotz rückläufiger Kinderzahlen sind diese Investitionen in die Kindertagesbetreuung dringend erforderlich. Der bestehende Investitionsstau in den sachsen-anhaltischen Kitas reicht bis in die 1990er Jahre zurück, als viele Einrichtungen nach der Wende veralteten und kaum saniert wurden [Bevölkerungsprognose Sachsen-Anhalt 2025]. Es gilt, die Einrichtungen zukunftsfähig aufzustellen und weiterhin eine flächendeckend qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten.

Besonders vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist eine Anpassung der Infrastruktur notwendig. Prognosen gehen davon aus, dass die Zahl der Kinder unter 15 Jahren bis 2025 um 17 Prozent sinken wird [https://demografie.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLV/Demografieportal/Dokumente/BevProg_2025_Analyse.pdf]. Gerade unter den aktuellen Haushaltsbedingungen ist es sinnvoll, Sanierungs- und Modernisierungsbedarfe nicht weiter aufzuschieben, um die Betreuungsqualität auch bei kleineren Gruppen sicherzustellen.

Umsetzung durch die Kommunen

Die praktische Umsetzung des Förderprogramms obliegt den Landkreisen und kreisfreien Städten, die als Bewilligungsbehörden fungieren. Für ihre administrative Arbeit erhalten diese Behörden eine jährliche Verwaltungspauschale in Höhe von 10.000 Euro [H@llAnzeiger - Investitionsoffensive: Knapp 40 Mio. Euro für Kitas in Sachsen-Anhalt]. Diese Summe steht den Kommunen zur Abwicklung der Antragsverfahren und der Überwachung der Sanierungsprojekte zur Verfügung, während der Großteil der Mittel direkt in die baulichen Maßnahmen fließt.

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