Potsdam: Umfangreiche Straßensperrungen und Umleitungen vom 6. bis 12. Juli

Potsdam muss vom 6. bis 12. Juli mit zahlreichen Straßensperrungen und Umleitungen rechnen, während ein neuer Knotenpunkt auf der Chaussee gebaut wird

Potsdam steht in der Woche vom 6. bis 12. Juli vor einem dichten Baustellenkalender, der das Stadtgebiet stark beeinflussen wird. Zahlreiche Straßen sind ganz oder teilweise gesperrt, Umleitungen führen über ein weit verzweigtes Netz und mobile Lichtzeichenanlagen regeln den Verkehr an den einzelnen Baustellen. Anwohner und Pendler sollten mit verlängerten Fahrzeiten rechnen.

Neuer Knotenpunkt Krampnitz

Auf der Potsdamer Chaussee (B2) entsteht zwischen der Hannoverschen Straße und dem Rotkehlchenweg ein neuer Knotenpunkt, der den Stadtteil Krampnitz besser an das Straßennetz anbinden soll. Der Baubeginn ist der 6. Juli 2026, die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2028 geplant. Im Rahmen des Stadtentwicklungsplans 2025‑2028 wird zudem eine kombinierte Tram‑ und Bushaltestelle am Krampnitzer Tor eingerichtet, um den öffentlichen Nahverkehr zu stärken. Während der Bauphase werden zunächst behelfsmäßige Fahrstreifen angelegt, die den Verkehr über eine mobile Lichtzeichenanlage (MLA) umleiten. Nach Abschluss der Fahrstreifenarbeiten kann der Verkehr wieder mit einem Fahrstreifen pro Richtung an der Baustelle vorbeifließen. Fußgänger und Radfahrer werden mindestens auf einer Seite sicher an der Baustelle vorbeigeführt. Der Einsatz der mobilen Lichtzeichenanlagen erfolgt nach den Vorgaben der RSA 21 und den technischen Vorschriften des ZTV‑SA 97.

Umfangreiche Straßensperrungen und Umleitungen

Die Nedlitzer Straße sowie die Straße Am Schragen zwischen Pappelallee und Esplanade werden komplett gesperrt, um die Fahrbahnoberfläche zu erneuern. Der Verkehr aus Norden wird über die Amundsenstraße, die B273, die Georg‑Hermann‑Allee und die Pappelallee umgeleitet, während der Verkehr aus Süden über die B273, die Amundsenstraße, die Kurfürstenstraße, die Hans‑Thoma‑Straße, die Behlertstraße, den Neuen Garten, die Alleestraße, den Reiterweg, die Jägerallee, die Pappelallee und die Georg‑Hermann‑Allee geleitet wird. Auf den Umleitungsstrecken ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und Stau zu rechnen.

In der Jägerallee wird das Blindenleitsystem an allen Fußgängerwegen des Knotenpunkts installiert, wodurch die Straße vollständig gesperrt ist. Während der Schulferien vom 10. bis 21. August 2026 steht dort nur ein Fahrstreifen zur Verfügung; die Durchleitung erfolgt über eine mobile Lichtsignalanlage, die eine sichere Überquerung für Fußgänger gewährleistet.

Die Sanierung der Bahnbrücke in der Daimlerstraße zwischen Rudolf‑Breitscheid‑Straße und Friedrich‑Engels‑Straße erfordert eine halbseitige Sperrung. Der Verkehr wird einbahnweise über die Friedrich‑Engels‑Straße geleitet, die Gegenrichtung über die Karl‑Liebknecht‑Straße umgeleitet. Auch hier kommen mobile Lichtzeichenanlagen zum Einsatz.

Der Knotenpunkt Rudolf‑Breitscheid‑Straße / August‑Bebel‑Straße befindet sich im dritten Bauabschnitt einer grundhaften Um‑ und Ausbaumaßnahme. Leitungen werden erneuert und der Kreuzungsbereich künftig vollständig signalisiert. Die Sperrung der Rudolf‑Breitscheid‑Straße stadtauswärts wird über die Fontanestraße, die Domstraße und die Karl‑Marx‑Straße umgeleitet; die Verbindung zur August‑Bebel‑Straße erfolgt über die Paul‑Neumann‑Straße, die Pestalozzistraße, die Fritz‑Zubeil‑Straße, die Großbeerenstraße und die Wetzlarer Straße. Fußgänger werden am Baufeld vorbeigeführt.

Im nördlichen Stadtgebiet werden Winterschäden an der Fahrbahnoberfläche ausgebessert und anschließend Split aufgetragen. Betroffen sind die Bornstedter Straße, Potsdamer Straße, Rückertstraße, Reiterweg, Alleestraße, Berliner Straße, Voltaireweg, Werderscher Damm, Kuhfortdamm, Leistikowstraße und die Karl‑Liebknecht‑Straße in Golm. Während und nach den Arbeiten kann loser Split auf der Fahrbahn liegen; Verkehrsteilnehmende werden gebeten, ihre Geschwindigkeit anzupassen, ausreichend Abstand zu halten und besonders aufmerksam zu fahren.

Weitere Straßen, wie die Zeppelinstraße zwischen Schafgraben und Kastanienallee, die Brandenburger Straße im Abschnitt zwischen Dortustraße und Jägerstraße sowie die Satzkorner Bergstraße zwischen B273 und Eichenallee, sind ebenfalls teils eingeschränkt. Fußgänger und Radfahrer werden jeweils in abgesperrten Bereichen sicher an den Baustellen vorbeigeführt.

Hintergrund und rechtlicher Rahmen

Die Anbindung des Stadtteils Krampnitz ist Teil des Stadtentwicklungsplans 2025‑2028, der den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und die Erreichbarkeit zu Fuß und mit dem Rad verbessern soll. Mobile Lichtzeichenanlagen werden nach den Vorgaben der RSA 21 und den technischen Vorschriften des ZTV‑SA 97 eingesetzt, um den Sicherheitsstandard fester Ampelanlagen zu gewährleisten. Die Stadt legt die meisten Baumaßnahmen in die Schulferien, weil dort der Verkehr um etwa 20 % und in Spitzenzeiten bis zu 33 % reduziert ist. Dennoch wird auf stark frequentierten Umleitungsstrecken mit Stau gerechnet. Trotz der umfangreichen Sperrungen bleibt die fußläufige Erreichbarkeit von Einzelhandelsgeschäften, Rettungswegen und der Lieferverkehr in allen betroffenen Bereichen gewährleistet.