Flixbus-Doppeldecker verunglückt auf A2 zwischen Ziesar und Wollin, elf leicht verletzt

Ein Flixbus‑Doppeldecker geriet am Sonntagmorgen auf der A2 zwischen Ziesar und Wollin von der Fahrbahn ab, wobei elf der rund 70 Fahrgäste leicht verletzt wurden

Ein Reisebus geriet am Sonntagmorgen gegen 5 Uhr 20 Uhr auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Ziesar und Wollin von der Fahrbahn ab. Nach Angaben der Polizei streifte das Fahrzeug zunächst die Schutzplanke, fuhr anschließend auf das Bankett (Standstreifen) und riss dabei eine Notrufsäule aus ihrer Verankerung.

Unfallhergang und Verkehrsmaßnahmen

Der Bus war zu diesem Zeitpunkt mit rund 70 Fahrgästen unterwegs. Durch den Unfall wurde die Richtungsfahrbahn Berlin für etwa zwei Stunden vollständig gesperrt. Der fließende Verkehr wurde an der Anschlussstelle Ziesar auf die Gegenfahrbahn umgeleitet. Während der anschließenden Bergungsarbeiten kam es zu weiteren, jedoch nur geringfügigen, Verkehrseinschränkungen, ohne dass nennenswerte Staus entstanden.

Beteiligte und Verletzungen

Elf der Mitreisenden erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden von den Rettungskräften vor Ort ambulant medizinisch versorgt; ein Krankenhauseinsatz war nach aktuellem Stand nicht nötig. Der Bus war nach dem Aufprall nicht mehr fahrbereit und musste von einem Abschleppfahrzeug entfernt werden.

Betreiber und Bustyp

Der betroffene Bus war ein Flixbus‑Doppeldecker des Typs Neoplan Skyliner, der von einem Subunternehmer der FlixBus DACH GmbH betrieben wurde. Flixbus selbst stellt das Marken- und Vertriebsnetz bereit, während die eigentliche Fahrzeugflotte von zahlreichen mittelständischen Unternehmen geleast und betrieben wird. Dieses Modell führt zu einer heterogenen Flotte, in der neben einheitlichen Standardbussen auch Doppeldecker wie der Skyliner zum Einsatz kommen.

Bedeutung der A2‑Strecke und frühere Unfälle

Die A2 zwischen Ziesar und Wollin ist eine stark frequentierte Verbindung für den Pendelverkehr zwischen Berlin, Potsdam und dem südlichen Brandenburg. Sie wird täglich von tausenden Fahrzeugen genutzt und ist ein wichtiger Korridor für Fernbuslinien. Bereits im August 2024 ereignete sich an derselben Stelle ein schwerer Unfall, bei dem mehrere Personen ums Leben kamen. Die wiederholten Vorfälle verdeutlichen das Risiko dieses Streckenabschnitts und haben die Behörden zu verstärkten Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen veranlasst.