Kinetische Kunstwerke aus Wind und Mechanik bewegen Besucher im Kunstgut Krahne
Die Sommerausstellung „Stillstand war gestern" im Kunstgut Krahne zeigt kinetische Werke, die sich durch Wind, Mechanik oder Elektronik bewegen und Besucher einbeziehen
Nichts hängt still an der Wand. Die Sommerausstellung „Stillstand war gestern“ im Kunstgut Krahne macht Bewegung zum zentralen Thema. Sieben Positionen zeigen, wie Kunstwerke durch Mechanik, Elektronik, Magnetismus oder Wind angetrieben werden und dabei Besucher räumlich, zeitlich, optisch, akustisch und haptisch einbeziehen. Die Schau eröffnet am Samstag, 18. Juli, um 17 Uhr und läuft vom 19. Juli bis zum 27. September.
Kinetische Vielfalt und bekannte Namen
Die sieben vertretenen Künstler bringen unterschiedliche Schwerpunkte mit. Hans Karl Busch, ein international anerkannter Pionier der kinetischen Kunst, steuert ein Flugobjekt bei. Der 1943 geborene Bildhauer, der ursprünglich Maschinenbau, Mathematik und Philosophie studierte, lässt seine Werke oft durch Wind bewegen. Inga Carrière ist mit schwebenden Papierobjekten vertreten, die ihre Expertise für Papierskulpturen und Lichtkunst einbringen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Tradition der Metallkunst. Achim Kühn, der seit 1972 freischaffend als Metallbildhauer tätig ist, zeigt bewegliche Kunstschmiedearbeiten. Er führt die Werkstatt seines Vaters, des berühmten Kunstschmieds Fritz Kühn, weiter. Christoph von Lengerke ergänzt das Spektrum mit Glasobjekten in Bewegung, während Nico Tobias Nitsch, Inhaber einer Manufaktur für Mechanik und Kunst, Klangskulpturen und weitere kinetische Objekte zeigt. Annette Rawe ist schließlich mit handgefertigten Mobiles aus Edelstahl und Papier vertreten. Die Ausstellung thematisiert dabei die Balance von Kräften und Gegenkräften, inspiriert von Himmelsmechaniken und physikalischen Phänomenen.
Ort und Begleitprogramm
Das Kunstgut Krahne, ein saniertes Gutshaus an der Krahner Hauptstraße 7 in Kloster Lehnin (Ortsteil Krahne), bietet den passenden Rahmen für diese dynamischen Werke. Die Betreiber Martina Breyer und Lutz Raschke haben den Ort zu einer Galerie und einem Raum für Ferienwohnungen entwickelt. Die Ausstellung ist sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Parallel zur Schau läuft ein umfangreiches Workshop-Programm weiter. Auch hier sind die Sonntage reserviert, diesmal von 10 bis 17 Uhr. Besucher können sich dabei aktiv einbringen, etwa durch Action Painting, Acrylmalerei oder die Gestaltung keramischer Reliefs. Alle weiteren Informationen zu den Workshops und der Ausstellung sind auf der Website des Kunstguts verfügbar.