Kater Aisberg nach Brand in Otto‑Sidow‑Straße von Nachbarin gerettet

Nach dem verheerenden Brand in der Otto‑Sidow‑Straße wurde der zweijährige Scottish‑Fold‑Kater Aisberg von einer Anwohnerin entdeckt und von der Feuerwehr aus dem verrauchten Gebäude gerettet

Symbolfoto · Foto: Dimitri Karastelev / Unsplash

Der zweijährige Scottish‑Fold‑Kater Aisberg ist nach dem verheerenden Brand in der Otto‑Sidow‑Straße wieder bei seiner Familie. Die Rettung gelang, als die Havelblatt‑Leserin Celine ihn am Morgen des 6. Juli um 04:30 Uhr auf einem Fensterbrett entdeckte und sofort die Feuerwehr alarmierte.

Brandereignis und Folgen

Am 22. Juni 2026 brach in einem Mehrfamilienhaus an der Kreuzung Otto‑Sidow‑Straße/Wilhelmsdorfer Straße in Brandenburg an der Havel ein Großbrand aus. Ermittlungen deuten auf eine Explosion hin, die von der Polizei als schwere Brandstiftung verdächtigt wird. Beim Einsatz wurden neun Personen verletzt, sieben davon ins Krankenhaus gebracht; ein Polizeibeamter wurde ebenfalls leicht verletzt. Das stark beschädigte Gebäude gilt als einsturzgefährdet und bleibt seitdem gesperrt.

Durch den Brand war die B1‑Straße an der Otto‑Sidow‑Straße bis in den Nachmittag gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Die Polizei richtete Umleitungen ein und informierte Anwohner über aktuelle Straßensperrungen.

Rettungsaktion und Tierrettung

Während der Löscharbeiten rettete die Feuerwehr ein auf dem Fensterbrett sitzendes Tier – ein regulärer Bestandteil ihrer Einsätze bei Wohnungsbränden. Nachdem Celine das Kätzchen gemeldet hatte, gelang es den Einsatzkräften, Aisberg sicher aus dem verrauchten Gebäude zu holen und ihm erste Versorgung zu geben.

Hintergrund zur Rasse Scottish Fold

Der Scottish Fold ist durch das Fd‑Gen gekennzeichnet, das die charakteristischen, nach vorne gefalteten Ohren verursacht. Gleichzeitig kann das Gen zu Osteochondrodysplasie und anderen Gelenkproblemen führen, weshalb sichere Balkone und Rückzugsorte für diese Rasse besonders wichtig sind. Trotz dieser gesundheitlichen Risiken ist die Rasse für ihr ruhiges Wesen und ihre Anhänglichkeit beliebt.

Gemeinschaftliche Suche

Nach dem Brand suchte die Familie des Katers zwei Wochen lang das abgesperrte Haus ab. Sie hängten Suchplakate in der Nachbarschaft aus und baten Anwohner, in Kellern, Garagen und Schuppen nachzusehen – ein übliches Vorgehen nach Wohnungsbränden. Die Nachbarschaft unterstützte die Suche aktiv, was schließlich zur Entdeckung durch Celine führte.

Heute ist Aisberg wohlauf und hat sein Zuhause wiedergefunden. Die Rettung des Katers verdeutlicht, wie schnelle Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie das professionelle Handeln der Feuerwehr Leben – und Pfoten – retten können.