Harald Glööckler warnt bei Hitze vor dem Schlabber-Look

Harald Glööckler warnt vor dem Schlabber-Look bei Hitze und fordert auch bei 35 Grad Niveau in der Kleidung. Der Designer rät zu hochwertigen Stoffen wie Leinen und einer frühzeitigen Garderobenplanung

Harald Glööckler warnt bei Hitze vor dem Schlabber-Look
Symbolfoto · Foto: Molly Mears / Unsplash

Der Modeschöpfer Harald Glööckler warnt vor der Versuchung, bei steigenden Temperaturen die Kleidungsnormen zu senken. Während viele Menschen bei Hitzewellen spontan in den Kleiderschrank greifen, sieht der Designer darin oft den Grund für modische Fehltritte. „Auch bei 35 Grad sollte man sich, wenn man in die Öffentlichkeit geht, mit Niveau kleiden“, sagte der 61-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Besonders der Trend zum sogenannten Schlabber-Look missfällt ihm. Glööckler beobachtet, dass Bequemlichkeit in den Sommermonaten schnell zu Nachlässigkeit werde. Als Beispiel führt er Männer an, die in Boxershorts und Badelatschen unterwegs seien, die er vermutlich auch als Unterwäsche nutze. Auch bei Frauen bemängelt er Hosen, die eher an Schlafanzüge erinnern, sowie sichtbare BH-Träger unter Tops. „Alles verraten, was besser nicht sichtbar werden sollte“, fasst er die Problematik zusammen, die gerade bei leichten Stoffen entstehe.

Der Anlass entscheidet über das Outfit

Für das Glööckler ist die Wahl der Sommerkleidung zwar schwierig, aber kein Grund für Stilbruch. Entscheidend sei nicht der neueste Trend, sondern der konkrete Anlass. „Es macht natürlich einen Unterschied, ob ich auf dem Weg ins Schwimmbad, ins Büro oder ins Konzert bin“, erklärte der in Maulbronn geborene Designer.

Als ideale Lösung empfiehlt er hochwertige Stoffe wie Leinen. Dieser Stoff kühle nicht nur, sondern bewahre trotz der Leichtigkeit Klasse und Stil. Ebenso wichtig seien ein guter Schnitt und eine hochwertige Verarbeitung. Der Weg zu einem gelungenen Look beginne jedoch bereits vor dem Sommer. Glööckler rät dazu, die Sommergarderobe frühzeitig zusammenzustellen, um spontane Kombinationen zu vermeiden, die oft „eine einzige Katastrophe“ seien.

Von der Pfalz nach Berlin

Der gebürtige Zaisersweiherer, bürgerlich Harald Glöckler, ist weit mehr als ein Kritiker der Sommermode. Bekannt wurde er durch seine strassbesetzten Kreationen und das Markenzeichen „POMPÖÖS“, das er 1990 als eigenes Label gründete. Sein Weg führte ihn vom Einzelhandelskaufmann zum international tätigen Modedesigner.

Neben seiner Designarbeit ist Glööckler auch im Fernsehen präsent. Er war Jurymitglied bei „Let’s Dance“, nahm 2022 an der 15. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ teil und moderierte eigene Formate. Seit 2015 lebt er in Kirchheim an der Weinstraße in der Pfalz und in Berlin. Auch in seinem privaten Leben hat er in jüngster Zeit Veränderungen durchgemacht; 2023 trennte er sich räumlich von seinem langjährigen Lebenspartner Dieter Schroth.

Über sein eigenes Image hinaus engagiert sich Glööckler sozial. Seit 2009 verleiht er den mit 5.000 Euro dotierten „Harald Glööckler Angel Award“, um Frauen für ihr soziales Engagement zu ehren. Sein modischer Rat für die kommenden heißen Tage bleibt jedoch klar: Planung und Qualität statt Spontaneität und Nachlässigkeit.