Große Brandenburger Krimi-Nacht präsentiert szenische Lesung Haveljagd im Slawendorf
Am 18. Juli verwandelt sich das Brandenburger Slawendorf in eine akustische Kulisse, wenn Jean Wierschs Krimi „Haveljagd“ mit Originalgeräuschen der Stadt szenisch gelesen wird
Mitten in der Nacht, mitten in der Stadt: „Haveljagd“ bei der Krimi-Nacht steht an
Am kommenden Samstag, 18. Juli, verwandelt sich das Slawendorf in Brandenburg an der Havel in eine akustische Kulisse, die kaum authentischer sein könnte. Ab 21 Uhr steht bei der Großen Brandenburger Krimi-Nacht die szenische Lesung „Haveljagd“ von Jean Wiersch im Mittelpunkt. Der regionale Krimi führt die Zuhörer direkt durch die Straßen der Havelstadt, wobei die Handlung durch eine speziell dafür produzierte Klangkulisse aus Originalgeräuschen der Stadt lebendig wird.
Verantwortlich für diese immersive Inszenierung ist der Brandenburger Hörspielautor und Regisseur Sebastian Hocke. Mit Mikrofon und Aufnahmegerät hat er in den vergangenen Tagen gezielt Geräusche an Originalschauplätzen eingefangen. Ob das Summen der Straßenbahnen, das Läuten der Kirchenglocken oder das typische Geräusch der Schleuse – all diese akustischen Signale fließen nun in die Live-Inszenierung ein. Diese Technik sorgt für eine dichte Atmosphäre, in der sich das Publikum direkt inmitten der Handlung wiederfindet.
Hörbuchsprecher Uve Teschner ist erneut als Kommissar Manzetti zu erleben. Er verkörpert die Hauptfigur, deren Ermittlungen eng mit den realen Gegebenheiten der Stadt verknüpft sind. Für den Hörspielmacher Hocke markiert diese Inszenierung den dritten und vorerst letzten Teil einer von ihm konzipierten Reihe, die auf Wierschs Romanvorlage basiert. Die Zusammenarbeit der drei Akteure – Autor, Regisseur und Sprecher – bildet das Herzstück dieses besonderen Abends.
Hintergrund der Krimi-Reihe
Die Glaubwürdigkeit der Geschichten von Jean Wiersch ist dabei kein Zufall. Der 1963 geborene Autor war selbst über 30 Jahre lang als Polizeibeamter in Brandenburg an der Havel tätig, bevor er im August 2025 in den Ruhestand ging. Diese jahrzehntelange Erfahrung im Polizeidienst spiegelt sich in seinen Romanen wider, deren Handlungen stark an realen Schauplätzen in der Region orientiert sind. Seine Werke gelten daher als besonders authentisch, da sie auf fundiertem Insiderwissen beruhen.
Sebastian Hocke bringt als Diplom-Film- und Fernsehdramaturg der HFF Potsdam Babelsberg das nötige handwerkliche Rüstzeug mit, um diese Texte inszenatorisch zu übersetzen. Er inszeniert seit Jahren Hörspiele für namhafte Sender wie den MDR, den SWR und den Deutschlandfunk und ist zudem als wissenschaftlicher Autor zum Thema freies Hörspiel sowie als Theaterpädagoge tätig. Diese Vielseitigkeit fließt in die pädagogische und künstlerische Dimension des Events ein.
Das 18. Hörspielwochenende im Slawendorf
Die szenische Lesung ist Teil eines größeren Festivals: Das Hörspielwochenende im Slawendorf feiert im Jahr 2026 sein 18. Jubiläum. Organisiert wird die Veranstaltung vom Verein Lauschkultur e.V. und bietet an zwei Tagen, dem 18. und 19. Juli, ein Programm voller Klang, Geschichten und Spannung. Das historische Slawendorf, ein Ortsteil Brandenburgs mit eigener Geschichte, dient dabei als einzigartige Bühne für moderne Klangkunst.
Der Eintritt zum gesamten Hörspielwochenende ist frei. Das Publikum ist herzlich eingeladen, die Verbindung von Literatur und Stadtgeschichte live zu erleben. Weitere Informationen zum detaillierten Programm und zum genauen Ablauf des Wochenendes sind online unter www.hoerspielwochenende.de verfügbar.
Ort der Veranstaltung ist das Slawendorf in der Neuendorfer Straße 89, 14770 Brandenburg an der Havel.