Feuer in FU Berlin Chemielabor durch Abfalleimer

Ein Feuer brach am Montagabend in einem Chemielabor der Freien Universität Berlin aus, wobei ein brennender Abfalleimer die Ursache war und zunächst mit Umweltgefahren gerechnet wurde

Feuer in FU Berlin Chemielabor durch Abfalleimer
Symbolfoto · Foto: Alan Alves / Unsplash

Am Montagabend, dem 20. Juli 2026, gegen 18:33 Uhr, brach in einem Chemielabor auf dem Gelände der Freien Universität Berlin ein Feuer aus. Die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr waren schnell vor Ort, um den Brand auf dem GeoCampus in Berlin-Lankwitz zu bekämpfen. Die Ursache konnte zunächst nicht eindeutig eingegrenzt werden, was zu einem besonders vorsichtigen Vorgehen führte.

Laut Angaben der Feuerwehr war ein Abfalleimer in Brand geraten. Da sich im Labor verschiedene Chemikalien befinden, konnte zu Beginn des Einsatzes nicht ausgeschlossen werden, dass diese Substanzen die Flammen speisten oder eine zusätzliche Gefahr darstellten. Aus diesem Grund ordnete die Leitstelle vorsorglich das Nachrücken von speziellen Umwelt- und Sonderfahrzeugen an, um eine Kontamination der Umgebung zu verhindern.

Vorsicht vor Chemikalien

Während die Hauptkräfte bereits mit der Bekämpfung des Feuers begannen, konnten die angeforderten Spezialfahrzeuge auf der Anfahrt wieder abbestellt werden. Die Untersuchungen vor Ort ergaben schnell, dass keine chemischen Reaktionen für den Brand verantwortlich waren. Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz, um den Brand schnell und sicher zu löschen. Die Löscharbeiten konnten von außen durchgeführt werden, sodass keine weiteren Schäden an der Bausubstanz entstanden.

Niemand kam bei dem Vorfall zu Schaden. Weder Mitarbeiter der Universität noch Passanten wurden verletzt. Nach der erfolgreichen Brandbekämpfung wurde die Einsatzstelle zur weiteren Ursachenermittlung an die Polizei sowie an die zuständigen Mitarbeiter der Universität übergeben. Diese werden nun genauer untersuchen, wie es zu dem Brand im Abfalleimer kommen konnte.

Sicherheitsstandards am GeoCampus

Der Brand ereignete sich im Bereich des GeoCampus in der Malteserstraße, wo unter anderem das Institut für Geologische Wissenschaften und das Institut für Geographische Wissenschaften der FU Berlin untergebracht sind. Seit 1988 findet an diesem Standort auch die Ausbildung von Chemielaboranten statt. Die Freie Universität Berlin unterhält für solche Einrichtungen strenge Sicherheitsvorschriften. Die Einhaltung dieser Regeln wird von einer eigenen Abteilung für Arbeitssicherheit und Laborsicherheit überwacht, die sich unter anderem an der Gefahrstoffverordnung (§ 20 GefStoffV) orientiert.

Trotz der erfolgreichen Löschung und der schnellen Klärung der Brandursache erinnert der Vorfall an die notwendige Wachsamkeit im Umgang mit Labormaterialien. Weitere Erkenntnisse zur Brandursache werden erwartet, sobald die Ermittlungen der Polizei und der Universität abgeschlossen sind.