Zur Übersicht

Autobahn GmbH eröffnet A2‑Strecke Ziesar‑Wollin nach Hitzeschäden vorzeitig

Die Autobahn GmbH hat die A2‑Strecke Ziesar‑Wollin nach hitzebedingten Blow‑up‑Schäden bereits vorzeitig wieder für den Verkehr freigegeben

Foto: auf Unsplash

Die Autobahn GmbH des Bundes hat heute um 14:10 Uhr bestätigt, dass die stark von Hitzeschäden betroffene A2‑Strecke zwischen Ziesar und Wollin wieder regulär befahrbar ist. Die vorzeitige Freigabe kommt für tausende Pendler und Anwohner, die seit dem vergangenen Samstag mit langen Umleitungen und Stauwellen zu kämpfen hatten, wie ein langer Seufzer der Erleichterung.

Wiedereröffnung der betroffenen Abschnitte

Nach Angaben der Autobahn GmbH sollen die übrigen betroffenen Abschnitte – von Theeßen bis Ziesar, von Irxleben zum Autobahnkreuz Magdeburg sowie die A14‑Strecke zwischen dem Kreuz Magdeburg und Dahlenwarsleben – bereits am kommenden Donnerstagvormittag wieder vollständig geöffnet werden. Damit endet das tagelange Hitzchaos, das die Region seit dem Wochenende belastet hat.

Ursache der Schäden

Die Schäden an der A2 entstanden durch das sogenannte „Blow‑up“-Phänomen: Bei hohen Temperaturen dehnen sich alte Betonfahrbahnen stark aus, wodurch die Oberfläche aufreißt und einzelne Fahrbahnteile abplatzen. Gerade ältere Betonabschnitte, die vor mehreren Jahrzehnten gebaut wurden, sind dafür besonders anfällig. In der betroffenen Zone zwischen Ziesar und Wollin wurden im Juni 2026 20 bis 30 Fahrzeuge von den plötzlich auftauchenden Rissen beschädigt.

Bedeutung der A2 für den Verkehr

Die A2 ist die am stärksten frequentierte Ost‑West‑Trasse Deutschlands. An der Zählstelle Bad Oeynhausen werden täglich rund 90 000 Fahrzeuge erfasst, davon mehr als 10 000 Lastkraftwagen. Das hohe Verkehrsaufkommen erklärt, warum die schnelle Wiederherstellung der Fahrbahn für Wirtschaft und Pendler so wichtig ist. Die Autobahn GmbH des Bundes, seit ihrer Gründung im Jahr 2018 und mit erweitertem Aufgabenbereich seit 2021 für Planung, Bau, Betrieb und Erhaltung aller Bundesautobahnen, koordiniert die Instandhaltungsarbeiten in enger Abstimmung mit den zuständigen Landesbehörden.