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Landespolizei Sachsen-Anhalt verzeichnet 171 Alkohol- und Drogenverstöße bei ROADPOL-Kontrollwoche

Die Landespolizei Sachsen-Anhalt verzeichnete 171 Verstöße wegen Alkohol und Drogen am Steuer während der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche

In der Woche vom 15. bis 21. Juni hat die Landespolizei Sachsen-Anhalt an der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche „Alcohol & Drugs" teilgenommen, um die Verkehrssicherheit zu stärken. Insgesamt 804 Polizeibeamtinnen und -beamte überprüften in diesem Zeitraum die Fahrtüchtigkeit von 3.750 Fahrzeugführern. Die Bilanz der Aktion ist ernüchternd: Die Beamten registrierten 79 Verstöße wegen Alkoholkonsums am Steuer sowie 90 Fälle von Drogenmissbrauch. Hinzu kamen zwei Fälle von Mischkonsum, bei denen Fahrer sowohl Alkohol als auch Drogen zu sich genommen hatten.

Ziel der koordinierten Aktion

Die regelmäßige Teilnahme an solchen Schwerpunktkontrollen dient dem übergeordneten Ziel, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten in Europa zu senken. ROADPOL, das Europäische Netzwerk der Verkehrspolizeien, ist eine Nicht-Regierungsorganisation mit Sitz in London, die Verkehrspolizeien der EU-Mitgliedstaaten vernetzt und koordinierte Aktionen initiiert. Innenministerin Tamara Zieschang betonte, dass zwar die Fahrtüchtigkeit das ganze Jahr über überwacht werde, gezielte Kontrollwochen jedoch essenziell seien, um die Einhaltung der Verkehrsregeln und die gravierenden Folgen von Fahrten unter Einfluss von Alkohol oder Drogen in den Fokus zu rücken. Zieschang, die seit 2021 das Innenressort in Sachsen-Anhalt leitet, hatte zuvor bereits als Staatssekretärin in diesem Bereich gearbeitet.

Bilanz der Polizeiinspektion Magdeburg

Auch die Polizeiinspektion Magdeburg verzeichnete bei ihren Einsätzen zahlreiche Verstöße. Besonders auffällig war die hohe Zahl an nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern, die unter Einfluss angetroffen wurden: Sieben Radfahrer, 24 Fahrer von Elektrokleinstfahrzeugen sowie ein Motorradfahrer waren nicht fahrtüchtig. Den höchsten gemessenen Alkoholwert der gesamten Kontrollwoche ermittelten die Beamten bei einem Autofahrer, der mit 1,89 Promille am Steuer saß.

Neben den Alkohol- und Drogenverstößen deckte die Polizeiinspektion Magdeburg weitere gravierende Rechtsbrüche auf. Insgesamt wurden 21 Verkehrsstraftaten festgestellt, darunter das Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis und Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Zusätzlich registrierten die Beamten 130 Ordnungswidrigkeiten. Zu diesen Verstößen gehörten unter anderem die Missachtung der Gurtpflicht sowie die verbotswidrige Nutzung von Handys am Steuer. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit solcher koordinierten Einsätze, um die Sicherheit im Straßenverkehr nachhaltig zu erhöhen.