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Erste zahnmedizinische Universitätsklinik Brandenburgs öffnet im August im alten Elektrizitätswerk

Die Medizinische Hochschule Brandenburg eröffnet am 28. August im alten Elektrizitätswerk die erste zahnmedizinische Universitätsklinik des Landes

Ein neues Kapitel für die zahnmedizinische Versorgung

Am 28. August 2026 wird ein historischer Meilenstein in Brandenburg an der Havel gesetzt: Die Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) eröffnet im ehemaligen Elektrizitätswerk in der Bauhofstraße die erste Universitätsklinik für Zahnmedizin des Landes. Damit schließt die Hochschule eine langjährige Versorgungslücke und verleiht einem der ältesten Industriedenkmäler der Stadt ein neues Leben. Das Gebäude, das am 26. Oktober 1901 als erstes städtisches Elektrizitätswerk den Betrieb aufnahm, wird nun zu einem modernen Zentrum der Zahnheilkunde umgebaut Der Wandel vom E-Werk zur Zahnklinik.

Die Planungen sehen vor, dass die größten Bauarbeiten bis Mitte Juli abgeschlossen sein sollen. Aktuell werden im Eingangsbereich die letzten Vorbereitungen getroffen und die notwendigen Möbel sowie medizinische Geräte installiert. Seit gut zwei Wochen werden zudem die insgesamt 40 Behandlungsstühle montiert, die in der neuen Einrichtung auf ihre Patienten warten werden. Geplant ist, dass bereits Anfang August die ersten Behandlungen am neuen Standort beginnen, wobei zunächst mit fünf Stühlen gestartet wird Rundgang auf der Baustelle der neuen MHB-Zahnklinik in Brandenburg an der Havel.

Historische Substanz trifft auf Hochleistungstechnik

Ein besonderes Merkmal des Umbaus ist die bewusste Integration der historischen Bausubstanz in das moderne Klinikkonzept. Alte Mauern und technische Elemente wie ehemalige Krananlagen wurden nicht entfernt, sondern in die gestalterische Planung einbezogen. Der Projektentwickler Florian Grotmann von ArteTectura plant den Umbau auf einer Nutzfläche von rund 3.600 Quadratmetern unter strenger Wahrung der historischen Identität des Gebäudes Der Wandel vom E-Werk zur Zahnklinik.

Boris Lange, Leiter der Zentralen Dienste der MHB, zeigt sich mit dem Baufortschritt sehr zufrieden. Er lobt die gute Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und Planer. Auch die Architektin Micky Emmerich-Focke bestätigt, dass die Lieferung der Behandlungsstühle sowie der ersten Tische und Stühle für die Hörsäle termingerecht erfolgte. Oberbürgermeister Steffen Scheller hatte den Baufortschritt bereits im August 2025 inspiziert und das Projekt als wichtigen Schritt für die zahnmedizinische Ausbildung gewürdigt Der Wandel vom E-Werk zur Zahnklinik.

Von der Warteliste zur flächendeckenden Versorgung

Die Nachfrage nach zahnmedizinischen Leistungen an der MHB ist bereits jetzt enorm. Die aktuelle Hochschulambulanz in der Wilhelmsdorfer Straße betreut bereits über 3.000 Patienten MHB eröffnet erste zahnmedizinische Hochschulambulanz des Landes, und es existiert bereits eine Warteliste für neue Termine. Mit dem Umzug in das neue E-Werk soll die Kapazität deutlich erhöht werden. Besonders hervorhebt Professor Schmalz das Angebot zur Behandlung von Mundschleimhauterkrankungen, das in der Region bislang selten angeboten wird. Die neue Klinik dient nicht nur der Patientenversorgung, sondern ist zentraler Ort für die praxisnahe Ausbildung der dritten Kohorte der Zahnmedizinstudenten, die ab April 2026 in den klinischen Alltag einsteigen Hier entsteht die erste Uni-Zahnklinik in Brandenburg!.

Der Spruch „Wir schließen hier eine Versorgungslücke" trifft somit in doppelter Hinsicht zu: Zum einen entstehen beste Bedingungen für die Ausbildung junger Zahnmediziner in Brandenburg, zum anderen wird ein stillgelegtes Industriedenkmal wiederbelebt. Langfristig ist geplant, Teile des Ensembles, darunter das ehemalige Heizhaus, als Co-Working Space und Veranstaltungsfläche zu nutzen. Damit wird das Areal in der Bauhofstraße zu einem weiteren Ankerpunkt der Stadtentwicklung, der die historische Bedeutung des Ortes als Startpunkt der elektrischen Versorgung der Stadt mit zukunftsweisender medizinischer Infrastruktur verbindet Als Brandenburg elektrisch wurde.