Zwei Männer leicht verletzt nach tätlicher Auseinandersetzung im Potsdamer Schlaatz
Zwei Männer erlitten in der Nacht zu Montag leichte Verletzungen, nachdem eine Auseinandersetzung im Potsdamer Schlaatz eskalierte und die Polizei nun wegen Körperverletzung und Bedrohung ermittelt
In der Nacht zu Montag geriet das Potsdamer Wohngebiet Am Schlaatz erneut in den Fokus der Polizei. Eine verbale Auseinandersetzung eskalierte zwischen mehreren Personen und endete mit zwei leicht Verletzten.
Der Hergang laut Polizeiangaben: Ein 22-jähriger Mann verließ eine Straßenbahn und schlug daraufhin unvermittelt auf einen 27-Jährigen ein. Der Angriff konnte zunächst abgewehrt werden, woraufhin sich die Gruppe vorerst entfernte. Der 22-Jährige nahm jedoch die Verfolgung auf und soll die anderen Personen dabei mit einem gefährlichen Gegenstand bedroht haben. Im Verlauf der folgenden Konfrontation erlitten sowohl der 22-Jährige als auch der 27-Jährige leichte Verletzungen. Beide wurden vor Ort durch Rettungskräfte ambulant medizinisch versorgt.
Ermittlungen laufen
Die Polizeibeamten, die zum Einsatzort kamen, stellten die Identität des Tatverdächtigen fest. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Bedrohung und der Körperverletzung.
Wandel eines Stadtteils
Der Vorfall ereignete sich im Süden Potsdams, einem Ortsteil mit einer bewegten Geschichte. Der Name „Schlaatz" stammt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie „vom Sumpf umgeben", wie das PotsdamWiki erklärt. Das Wohngebiet wurde ab 1987 auf ehemaligen Wiesen an der Nuthe errichtet, das PotsdamWiki führt aus.
Nach der Wende galt das Quartier zeitweise als sozialer Brennpunkt, doch bis 2006 wurden hier massive Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, ProPotsdam berichtet. Seitdem hat sich das Image gewandelt; das Gebiet zieht vermehrt junge Menschen und Studierende an. Trotz des positiven Wandels reagiert die Polizei aktuell vermehrt auf Konflikte in der Region, wie auch der nächtliche Zwischenfall zeigt.