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Arbeitslosigkeit in Brandenburg an der Havel sinkt im Juni auf 3276 Personen

Die Arbeitslosigkeit in Brandenburg an der Havel ist im Juni erneut leicht zurückgegangen und liegt nun bei 3.276 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der Arbeitslosen um 120

Die Arbeitslosigkeit in Brandenburg an der Havel ist im Juni erneut leicht zurückgegangen. Laut aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der registrierten Arbeitslosen um 27 Personen auf nunmehr 3.276. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Rückgang noch deutlicher: Damals waren 120 Personen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen, belief sich im Juni auf 8,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 8,9 Prozent gelegen.

Die Entwicklung unterscheidet sich dabei deutlich zwischen den beiden Rechtskreisen. Im Bereich des Sozialgesetzbuches III (SGB III), der das Arbeitslosengeld umfasst, lag die Zahl der Arbeitslosen bei 1.011 Personen. Das sind drei weniger als im Vormonat, jedoch 42 mehr als im Juni des Vorjahres. Die anteilige Quote in diesem Rechtskreis beträgt 2,6 Prozent. Im Rechtskreis des SGB II, der Bürgergeldempfänger und Personen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende umfasst, verzeichnete die Agentur für Arbeit 2.265 Arbeitslose. Dies entspricht einem Minus von 24 Personen gegenüber dem Mai. Im Jahresvergleich ist der Rückgang hier mit 162 Personen besonders ausgeprägt. Die anteilige Quote im SGB-II-Bereich liegt bei 5,9 Prozent.

Der lokale Rückgang der Arbeitslosenzahlen in Brandenburg an der Havel fügt sich in eine insgesamt stabilere Entwicklung des brandenburgischen Arbeitsmarktes ein. Während die Stadt mit einer Quote von 8,5 Prozent weiterhin über dem Landesdurchschnitt liegt, der im Jahr 2025 bei 6,3 Prozent lag, deuten Prognosen auf eine weitere Erholung hin. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet für das gesamte Bundesland Brandenburg für das Jahr 2026 mit einem Beschäftigungswachstum von 0,5 Prozent. Dies wäre das zweitstärkste Wachstum in Deutschland.

Trotz der positiven Zahlen bleibt der Fachkräftemangel laut Landesregierung die zentrale Herausforderung. Die Stadt Brandenburg an der Havel selbst verzeichnete in den letzten Jahren wieder einen leichten Zuzug, was die Einwohnerzahl trotz langfristiger demografischer Trends auf knapp 75.000 stabilisiert hat. Dieser demografische Wandel und die anhaltende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften prägen den lokalen Arbeitsmarkt weiterhin, auch wenn die reine Zahl der Arbeitslosen sinkt.