Zwei Schülerinnen organisieren Benefizkonzert im Haus der Offiziere für Obdachlose in Brandenburg.
Die Schülerinnen Hannah Kislat und Karen Anders vom von-Saldern-Gymnasium organisieren das Benefizkonzert „Sounds for the Streets“ im Haus der Offiziere in Brandenburg an der Havel. Mit dem Event wollen sie Spenden und Sachspenden für die lokale Obdachlosenhilfe sammeln, deren Bedarf im Winter besonders steigt. Unterstützt werden die beiden von Sozialarbeiter Andreas Thiele und der Jugendkulturfabrik, während regionale Bands wie Tiny Fish und Sanddorn für die musikalische Gestaltung sorgen.
Zwei Schülerinnen des von-Saldern-Gymnasiums haben sich zum Ziel gesetzt, in der kalten Jahreszeit konkret zu helfen. Hannah Kislat und Karen Anders organisieren unter dem Titel „Sounds for the Streets“ ein Benefizkonzert im Haus der Offiziere (HdO), um Spenden für die lokale Obdachlosenhilfe zu sammeln. Die Idee entstand nach einer Führung durch das historische Gebäude, das heute als Kulturzentrum dient. „Uns war schnell klar, dass wir hier etwas auf die Beine stellen wollen – und dass es einen sozialen Zweck haben soll“, erklärt Hannah Kislat. Der Fokus liegt bewusst auf dem Stadtbild von Brandenburg an der Havel, wo gerade im Winter die Not vieler obdachloser Menschen besonders sichtbar wird.
Ein historischer Ort für soziale Zwecke
Das Haus der Offiziere ist mehr als nur ein Veranstaltungsort; es ist ein ehemaliges Gebäude der NVA aus der DDR-Zeit, das nach der Wende zu einem Zentrum für Jugend und Kultur umgewidmet wurde. Genau diese Verbindung zwischen Schule und Kulturort treibt das Projekt an. Unterstützt wird die Initiative von Sozialarbeiter Andreas Thiele, der seit mehreren Jahren als Ansprechpartner für die Obdachlosenhilfe in der Region tätig ist und die lokalen Bedarfe genau kennt. Die Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen und Thiele ist eng und für den Erfolg des Vorhabens entscheidend. „Ohne diese Unterstützung würden wir das so nicht schaffen“, betonen die beiden. Gemeinsam planen, organisieren und stimmen sie alle zwei Wochen die Details ab.
Musikalische Vielfalt und regionale Unterstützung
Das Konzert im großen Saal des HdO soll rund 200 bis 300 Besucher anziehen. Musikalisch setzen die Organisatorinnen bewusst auf Vielfalt, um ein breites Publikum anzusprechen. Gleichzeitig bleibt das Line-up regional: Mit dabei sind unter anderem Tiny Fish, Sanddorn und Buzzstopbastards, die als bekannte Gruppen aus der Region regelmäßig in lokalen Kulturzentren auftreten. Weitere Künstler sind möglich. Neben den Eintrittsgeldern ist eine Sachspendenaktion vorgesehen. Denn öffentliche Mittel allein reichen für die Unterstützung der Obdachlosenhilfe nicht aus, die im Winter besonders gefordert ist, da die Zahl der obdachlosen Menschen bei sinkenden Temperaturen steigt und die Kapazitäten der Notunterkünfte begrenzt sind.
Kostenreduktion und Sponsorensuche
„Wir wollen möglichst viel zusammenbringen – finanziell und materiell“, so die beiden Schülerinnen. Damit möglichst viele Einnahmen direkt dem guten Zweck zugutekommen, wird bei der Organisation stark auf Kostenreduktion gesetzt. Technik, Planung und Durchführung werden teilweise ehrenamtlich seitens der Jugendkulturfabrik unterstützt, einem etablierten Träger der offenen Jugendarbeit, der oft als Partner für schulische und kulturelle Projekte fungiert. Dennoch sind die Schülerinnen auf zusätzliche Hilfe angewiesen und suchen aktuell nach Sponsoren. Interessierte Unterstützer können sich direkt an Andreas Thiele wenden unter sozialarbeit@jukufa.de.