Werder hisst zum neunten Mal die Friedensflagge von Mayors for Peace vor dem Rathaus

Die Stadt Werder (Havel) hat zum neunten Mal die Friedensflagge von Mayors for Peace vor dem Rathaus gehisst, um ein Zeichen für eine atomwaffenfreie Welt zu setzen

Symbolfoto · Foto: Omar Ramadan / Unsplash

Frieden als gemeinsame Aufgabe

Die Stadt Werder (Havel) hat sich am 8. Juli 2026 erneut für ein starkes Signal gegen Krieg und für eine atomwaffenfreie Welt stark gemacht. Vor dem Rathaus in der Eisenbahnstraße wurde die grün-weiße Flagge der internationalen Initiative „Mayors for Peace“ gehisst. Dies ist bereits die neunte Teilnahme der Stadt an diesem jährlichen Flaggentag, der traditionell am 8. Juli stattfindet. Bürgermeisterin Manuela Saß und Vertreter verschiedener Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung (SVV) zeigten sich gemeinsam am Ort des Geschehens, um ihre Solidarität mit dem globalen Friedensbündnis zu bekunden.

„Gerade in Zeiten globaler Krisen und Konflikte ist es wichtiger denn je, sich klar für Frieden, Dialog und gegenseitigen Respekt einzusetzen“, betonte Bürgermeisterin Saß bei der Zeremonie. „Mit dem Hissen der Flagge machen wir deutlich: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine gemeinsame Aufgabe – auch auf kommunaler Ebene.“

Hintergrund und Symbolik

Der Flaggentag steht in direktem Zusammenhang mit dem Gedenken an die verheerenden Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945. Die Initiative „Mayors for Peace“ wurde 1982 auf Anregung des damaligen Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet. Ihr Ziel ist es, die Abschaffung von Atomwaffen und die Verhinderung eines Atomkrieges voranzutreiben. Die grün-weiße Flagge, die nun auch in Werder weht, ist das offizielle Symbol dieses Netzwerks und steht für die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft.

Das Engagement von Werder ist Teil einer breiten Bewegung. Weltweit haben sich mittlerweile mehr als 8.500 Städte und Gemeinden in 166 Ländern dem Netzwerk angeschlossen. In Deutschland sind aktuell 931 Städte Mitglied. Besonders seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 hat sich die Dynamik verstärkt: Allein in Deutschland sind über 100 weitere Kommunen dem Bündnis beigetreten, um ein klares Zeichen gegen die Eskalation von Gewalt zu setzen.

Regionales Engagement

Auch in der Region Brandenburg ist das Thema Frieden auf kommunaler Ebene präsent. Neben Werder beteiligen sich weitere Städte wie Potsdam und Brandenburg an der Havel regelmäßig an der Aktion. Die Teilnahme Werders reicht mittlerweile bis ins Jahr 2018 zurück, was eine kontinuierliche und langfristige Verpflichtung der Stadtverwaltung und der lokalen Politik unterstreicht. Durch das regelmäßige Hissen der Flagge wird nicht nur an historische Tragödien erinnert, sondern auch aktiv an der gegenwärtigen Debatte um Abrüstung und friedliches Zusammenleben gearbeitet.