Vierzig neue Kräfte mähen in Brandenburg an der Havel wieder planmäßig die Grünflächen

Seit dem 1. Juli sind wieder mehr als 40 Kräfte im Einsatz, um die Grünflächen in Brandenburg an der Havel planmäßig zu pflegen. Drei neue Firmen haben die Aufgaben nach einer monatelangen Lücke übernommen

Symbolfoto · Foto: Abdiel Mejia / Unsplash

Nach einer monatelangen Phase des Wildwuchses laufen in Brandenburg an der Havel endlich wieder planmäßig die Rasenmäher. Seit dem 1. Juli haben drei neue Firmen die Verantwortung für die städtischen Grünflächen übernommen. Insgesamt sind mehr als 40 Kräfte im Einsatz, um die Folgen der vergangenen Pflegelücke zu beseitigen und die Stadt wieder in Schuss zu bringen.

Der Weg zu dieser neuen Ordnung war steinig. Der bisherige Dienstleister wurde Ende 2025 gekündigt und ging wenig später in Insolvenz. Damit endete der Vertrag am 31. Dezember 2025 abrupt, was zu einer Lücke von über fünf Monaten führte. In dieser Zeit versuchte die Stadtverwaltung, die Situation mit dem eigenen Bauhof und kleinteiligen Einzelaufträgen notdürftig zu meistern. Das Ergebnis war jedoch sichtbar: Im Frühjahr wuchs das Gras vielerorts hoch, insbesondere auf dem Zentrumsring und im Stadtteil Nord.

Neue Struktur durch EU-weite Ausschreibung

Oberbürgermeister Daniel Keip, der sein Amt am 2. März 2026 antrat, initiierte daraufhin ein neues Verfahren. In einer Sondersitzung des Hauptausschusses wurde im März die Weiche für eine EU-weite Ausschreibung gestellt. Um auch kleinere und mittlere Unternehmen der Region zu erreichen, wurde das große Projekt in acht Lose aufgeteilt (plus zwei Zusatzlose für Kriegsgräber und befestigte Flächen). Nach einem etwa zweieinhalbmonatigen Prozess aus Vorankündigung, Bietergesprächen und Zuschlagsfristen wurden die Aufträge vergeben. Die neuen Verträge laufen für drei Jahre mit Verlängerungsoptionen.

Fester Ablauf und klare Ziele

Nun steht die Rasenmahd im Vordergrund. In der kommenden Woche sind der Ortsteil Plaue sowie die Stadtteile Dom und Hohenstücken an der Reihe. Vorrang haben dabei Spielplätze, Radwege und Teilstrecken, die für die Verkehrssicherheit essenziell sind. Auch die übrigen Ortsteile werden planmäßig gepflegt. Der Ablauf auf jeder Fläche folgt einem strikten Schema: Erst wird abgesammelt, dann gemäht und anschließend abgeräumt. Das Schnittgut wird von Straßen und Gehwegen entfernt und zu nahegelegenen Entsorgungs- oder Kompostieranlagen gebracht. Parallel dazu beginnt die Pflege der Rosen- und Staudenflächen, gefolgt vom Entfernen von Unkräutern in den Strauchbereichen.

Bis wann die Stadt wieder den gewohnten gepflegten Eindruck macht, hat Bürgermeister Michael Müller, der für die Grünflächen zuständig ist, konkretisiert: „Mitte August sollte der Bearbeitungsstand erreicht sein, der als normal anzusehen ist und die Stadt so gepflegt aussehen lässt, wie es sein sollte.“ Mit den neuen, langfristig angelegten Verträgen soll laut Müller ein kaum aufzuarbeitender Aufwuchs wie in diesem Frühjahr künftig vermieden werden.