Telekom übernimmt Glasfaserausbau in Ottersleben und Stadtfeld West nach Rückzug der Deutschen Glasfaser

Die Telekom übernimmt den Glasfaserausbau in Ottersleben und Stadtfeld West, nachdem die Deutsche Glasfaser ihre Pläne für diese Stadtteile eingestellt hat

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Der Glasfaserausbau in Magdeburg nimmt neue Züge an, während sich die Landeshauptstadt auf eine veränderte Anbieterlandschaft einstellt. Wie die Stadt mitteilt, setzt die Telekom ihren eigenwirtschaftlichen Ausbau im Stadtgebiet konsequent fort und plant, weitere Bereiche zu erschließen. Gleichzeitig hat die Deutsche Glasfaser angekündigt, ihre bisherigen Pläne für die Stadtteile Ottersleben, Diesdorf und Stadtfeld West nicht weiterzuverfolgen.

Der Rückzug der Deutschen Glasfaser erfolgt laut Unternehmen, weil die Telekom den Ausbau in den betroffenen Gebieten bereits plant oder teilweise begonnen hat. Ziel ist es, ein paralleles Vorhandensein zweier physischer Netze zu vermeiden, was sowohl wirtschaftlich als auch städtebaulich ineffizient wäre. Für Kundinnen und Kunden, die bereits einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser abgeschlossen hatten, entstehen keine finanziellen Verpflichtungen. Die bestehenden Aufträge werden nicht umgesetzt; die betroffenen Haushalte werden direkt vom Unternehmen über das weitere Vorgehen informiert.

Fortschritte in Ottersleben und Stadtfeld West

Für die Stadtteile Ottersleben und Stadtfeld West bleibt die Aussicht auf eine flächendeckende Glasfaserversorgung durch die Telekom bestehen. In Ottersleben West haben die Arbeiten nach Angaben des Unternehmens bereits begonnen. Von diesem ersten Schritt profitieren rund 1.900 Haushalte.

Auch für Stadtfeld West liegt eine verbindliche Zusage vor. Die Telekom plant hier den Anschluss von etwa 2.600 Haushalten und Unternehmen. Der Baubeginn ist für das kommende Quartal vorgesehen. Ein Hausanschluss wird dabei kostenfrei angeboten, sofern ein entsprechender Tarif gebucht wird. Bei Mehrfamilienhäusern ist für den Anschluss die Zustimmung der Eigentümer erforderlich.

Unsicherheit in Diesdorf und geförderter Ausbau

Anders als in den anderen beiden Stadtteilen sieht die Situation derzeit in Diesdorf noch ungewiss aus. Für diesen Bereich liegt bislang noch keine Ausbauzusage eines privaten Telekommunikationsunternehmens vor. Um auch hier eine Perspektive zu schaffen, steht die Landeshauptstadt Magdeburg nach eigenen Angaben weiterhin in engem Austausch mit den Netzbetreibern.

Parallel dazu hat die Stadt eine umfassende Markterkundung für das gesamte Stadtgebiet durchgeführt. Die Auswertung dieser Daten soll voraussichtlich Mitte bis Ende Juli 2026 abgeschlossen sein. Ziel ist es, die noch unterversorgten Gebiete präzise zu identifizieren. Auf Basis dieser Datengrundlage kann dann ein geförderter Glasfaserausbau in den entsprechenden Bereichen erfolgen, sofern Fördermittel vom Bund und Land bewilligt werden.

Ziel: Flächendeckende digitale Infrastruktur

„Der Glasfaserausbau in Magdeburg schreitet insgesamt weiter voran. Auch wenn der Rückzug der Deutschen Glasfaser für die betroffenen Stadtteile zunächst eine Veränderung bedeutet, bleibt unser Ziel unverändert: eine flächendeckende und zukunftsfähige digitale Infrastruktur für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen in unserer Stadt. Mit allen Partnern arbeiten wir daran, die noch offenen Gebiete zeitnah zu erschließen“, sagte Sandra Yvonne Stieger, Beigeordnete für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit in Magdeburg.

Die Landeshauptstadt wird die Bevölkerung über die Ergebnisse der Markterkundung sowie über weitere konkrete Ausbauentscheidungen informieren, sobald diese vorliegen.