Straßenbahnlinie 1 und Bauhofstraße in Brandenburg sollen am Wochenende wieder frei sein

Nach dem Wasserrohrbruch in der Bauhofstraße sind die Gleisreparaturen weitgehend abgeschlossen und die Straße soll nach Testfahrten am Wochenende wieder für den Verkehr freigegeben werden

Symbolfoto · Foto: Wolfgang Weiser / Unsplash

Bauhofstraße bald wieder frei? Hoffnung fürs Wochenende

Der Wasserrohrbruch in der Bauhofstraße Anfang Juli hat in Brandenburg an der Havel für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Folgen des Unfalls dauerten etwa zwei Wochen an: Die Straßenbahnlinie 1 musste umgeleitet werden, und seit Montag, dem 13. Juli, war die Straße zwischen der Kanalstraße und der Wredowstraße für den Individualverkehr komplett gesperrt. Doch nun zeichnet sich ein Ende der Baustelle ab. Die Trinkwasserleitung im havarierten Bereich wurde bereits ausgetauscht und die Baugrube geschlossen. Heute wurden zudem die zuvor herausgenommenen Schienenstränge wieder eingebaut und verschweißt.

Komplexität der Reparatur und Infrastruktur-Herausforderung

Die Reparaturarbeiten gestalteten sich aufgrund der Beschaffenheit der Infrastruktur als besonders anspruchsvoll. Es handelte sich bei der betroffenen Leitung um eine alte 300er Stahltrinkwasserleitung. Während der Schachtarbeiten stießen die Arbeiter auf ein ungewöhnliches Hindernis: Ein Holzstamm hatte sich in der Leitung festgesetzt und steckte im Loch fest. Als der Druck entlastet wurde, schoss dieser Stamm heraus, was kurzzeitig zu einer Überflutung des Bereichs führte. Solche Funde unterstreichen die Alterung der Leitungsnetze in der Stadt. Die BRAWAG, zuständig für die Wasser- und Abwasserinfrastruktur, musste daher nicht nur die Leitung reparieren, sondern auch das Hindernis beseitigen.

Die Straßenbahnlinie 1, eine der ältesten Linien der Stadt und seit 1911 in Betrieb, war direkt betroffen. Da ein Gleisstück im Bereich der Weiche herausgeschnitten werden musste, war eine Umleitung für die Fahrgäste unvermeidbar. Dies betraf nicht nur den täglichen Pendlerverkehr, sondern auch Schüler, die auf die Verbindung angewiesen sind. Die Vollsperrung der Bauhofstraße, die vom 13. Juli an galt, war somit eine notwendige Folge der komplexen Reparaturmaßnahmen.

Neue Technik und geplante Freigabe

Für die anspruchsvollen Schweißarbeiten an den Gleisen wurden Spezialisten der STRABAG aus Berlin herangezogen. Nach dem Verschweißen der Schienenstränge folgt nun die finale Verfüllung. Anstelle von Pflaster wird der Bereich zwischen den Gleisen nun mit einer Asphaltschicht versehen, die schneller abbindet. Dieser Wechsel zu Asphalt ermöglicht eine schnellere Aushärtung und ist eine gängige Methode, um Reparaturzeiten bei Straßenbahngleisen zu verkürzen.

Testfahrten und letzte Hürden

Wenn die aktuell noch notwendigen Arbeiten planmäßig verlaufen, steht der Freigabe der Bauhofstraße am Wochenende nichts mehr im Wege. Die Verkehrsbetriebe Brandenburg (VBBr) haben für Freitag Testfahrten geplant, um die Qualität der Gleisreparatur zu überprüfen. Nach den Testfahrten soll die Straße vollständig freigegeben werden.

Sobald diese letzten Schritte abgeschlossen sind, wird die Straße wieder für den gesamten Verkehr geöffnet. Damit endet eine etwa zweiwöchige Phase der Einschränkungen, die für die Anwohner und die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel eine große Belastung darstellte. Die Hoffnung auf eine zügige Rückkehr zum Normalzustand ist für das Wochenende in der Bauhofstraße nun begründet.