SPSG schließt Schlösser und Fähre zur Pfaueninsel wegen extremer Hitze vorzeitig.
Aufgrund einer aktuellen Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor extremer Hitze und Unwettern schließen die Museumsschlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) am kommenden Wochenende vorzeitig. Alle Anlagen in Berlin, Potsdam und Brandenburg sowie der Fährbetrieb zur Pfaueninsel werden am Samstag und Sonntag bereits um 13 Uhr geschlossen, um Besucher und Mitarbeiter vor gesundheitlichen Gefahren durch Hitzestau in den historischen Gebäuden zu schützen. Zudem werden alle geplanten Veranstaltungen abgesagt und bereits erworbene Tickets können zurückgegeben werden.
Aufgrund einer aktuellen Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor extremer Hitze und Unwettern müssen die Museumsschlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) am kommenden Wochenende deutlich früher schließen als gewohnt. Laut einer Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes verlagert sich ein Hochdruckgebiet mit sehr heißer Kontinentalluft von Mittel- nach Osteuropa, was den Höhepunkt der Hitzewelle für Berlin und Brandenburg am Samstag, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni, markiert. Um Gefahren für Besucher und Mitarbeiter durch Hitzebelastung abzuwenden, werden alle Schlösser in Potsdam, Brandenburg und Berlin bereits um 13 Uhr geschlossen. Auch der Fährbetrieb zur Pfaueninsel in Berlin wird an beiden Tagen ab 13 Uhr eingestellt.
Gründe für die vorzeitige Schließung
Die Entscheidung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ist eine direkte Reaktion auf die spezifischen baulichen Gegebenheiten der historischen Gebäude. Viele der über 170 verwalteten Schlösser, Paläste und Gärten verfügen über keine moderne Klimatisierung, was bei extremen Temperaturen zu einem schnellen Hitzestau in den Innenräumen führen kann. Die SPSG unterhält ein eigenes Sicherheits- und Notfallmanagement, das bei solchen Extremwetterlagen den Schutz von Menschen in den historischen Räumen priorisiert. Diese Maßnahme dient zudem dem Arbeitsschutz, um die Gesundheit der Mitarbeiter vor gesundheitlichen Gefahren durch die Hitze zu bewahren.
Neben der Hitze besteht am Sonntag zudem ein erhöhtes Risiko für kräftige Hitzegewitter, die bis hin zu Unwettern mit lokal auftretendem Starkregen, Hagel und Sturm führen können. In diesem Kontext ist auch die Pfaueninsel von besonderer Bedeutung, da sie als UNESCO-Welterbe das einzige Schloss der Stiftung ist, das ausschließlich mit einer Fähre von Berlin-Zehlendorf aus erreichbar ist. Die vorzeitige Einstellung des Fährbetriebs soll sicherstellen, dass Besucher nicht auf der Insel oder auf dem Wasser einer plötzlichen Unwetterlage ausgesetzt sind.
Konsequenzen für Besucher und Veranstaltungen
Aufgrund der vorzeitigen Schließungen werden zudem alle geplanten Veranstaltungen am Wochenende abgesagt. Für Besucher, die bereits Tickets für die betroffenen Tage erworben haben, gilt, dass diese zurückgegeben werden können. Die Logistik einer solchen plötzlichen Schließung ist angesichts der jährlich mehreren Millionen Besucher, die die SPSG verzeichnet, komplex, wird jedoch notwendig, um die Sicherheit in den historischen Anlagen zu gewährleisten. Die Stiftung, die 1995 gegründet wurde und für den Erhalt des kulturellen Erbes Preußens in Berlin und Brandenburg zuständig ist, handelt damit im Einklang mit den aktuellen amtlichen Empfehlungen zur Extremwetterlage.