SPD-Fraktion ruft Bürger in Brandenburg an der Havel zum Gießen junger Stadtbäume auf
Die SPD-Fraktion in Brandenburg an der Havel ruft Bürger auf, junge Stadtbäume während der Trockenperiode zu gießen und dabei die Bewässerungszeiten zu beachten
Aufruf zum Gießen trotz Wasserknappheit
Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen setzen den Bäumen in Brandenburg an der Havel weiterhin erheblich zu. Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung ruft deshalb alle Bewohner dazu auf, gemeinsam Verantwortung für das Stadtgrün zu übernehmen. Schon mit einer Gießkanne Wasser kann jeder dazu beitragen, dass die Bäume die aktuelle Trockenperiode besser überstehen. Besonders junge und neu gepflanzte Bäume sind auf diese Unterstützung angewiesen, da ihre Wurzeln noch nicht tief genug reichen, um ausreichend Wasser aus tieferen Bodenschichten aufzunehmen.
Rechtliche Rahmenbedingungen beachten
Dieser Aufruf erfolgt vor dem Hintergrund einer aktuellen Allgemeinverfügung der Stadt, die am 13. Juli 2026 erlassen wurde. Diese Verordnung untersagt die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern bis zum 31. August 2026. Für die private Bewässerung mit Grundwasser gelten daher strenge zeitliche Einschränkungen, um die Verdunstung zu minimieren: Wasser darf nur noch zwischen 18:00 Uhr und 08:00 Uhr entnommen werden. Verstöße gegen diese Wasserschutzverordnung können mit empfindlichen Geldbußen von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Während der Einsatz von Saugwagen zur Bewässerung öffentlicher Bäume und Sträucher vom Verbot ausgenommen ist, sind private Helfer für die Lückenfüllung bei den jungen Stadtbäumen unverzichtbar.
Expertenwissen und politischer Wille
„Der Aufwand ist gering, die Wirkung dagegen groß. Mit einer einzigen Gießkanne kann jeder dazu beitragen, unsere Stadtbäume zu erhalten und ihnen das Überleben in dieser Trockenphase zu erleichtern“, sagt Dr. Dirk Steiner, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion. Steiner, der erst im Februar 2026 in dieses Amt gewählt wurde, macht mit dieser Initiative eine seiner ersten großen politischen Prioritäten deutlich. Britta Kornmesser, Landtagsabgeordnete und Dipl.-Ing. für Wasserbau, bringt zusätzliches fachliches Gewicht in die Debatte ein. Die seit 2023 direkt gewählte Abgeordnete des Landtags Brandenburg für den Wahlkreis 17 (Brandenburg an der Havel II) ergänzt: „Gesunde Bäume spenden Schatten, verbessern das Stadtklima, filtern Schadstoffe und machen Brandenburg an der Havel lebenswerter. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt und verdienen unsere Unterstützung.“
Die SPD-Fraktion betont, dass der Aufruf nicht im Widerspruch zur aktuellen Wasserschutzverordnung steht, solange sich die Bürger an die erlaubten Zeiten halten. Nur durch das Zusammenwirken der städtischen Saugwagen und der privaten Initiative der Bürger kann das Stadtklima in dieser heißen Phase stabilisiert werden.