Radparkhaus mit 178 Plätzen in Wassmannsdorf eröffnet
Am S-Bahnhof Wassmannsdorf ist ein neues Fahrradparkhaus mit 178 Stellplätzen in Betrieb gegangen, darunter 90 gesicherte Plätze für Lastenräder
Am S-Bahnhof Wassmannsdorf ist ein neues Fahrradparkhaus in Betrieb gegangen. Die Anlage bietet insgesamt 178 Stellplätze, darunter 90 gesicherte Plätze, die speziell auch für große Lasten- und Sonderräder ausgelegt sind. Die Eröffnung erfolgte am Dienstag im Rahmen einer Initiative des Landes Brandenburg, die den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn fördern soll.
Pilotprojekt mit bundesweitem Rückenwind
Die neue Infrastruktur ist Teil des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken“, das 2023 vom Land Brandenburg gemeinsam mit dem Bund (BMDV) ins Leben gerufen wurde. Ursprünglich waren zehn Standorte vorgesehen, mittlerweile wurden die Planungen auf 13 Bahnstationen ausgeweitet. Die Gesamtförderung für das Vorhaben beläuft sich auf bis zu 10 Millionen Euro, die aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ sowie Landesmitteln finanziert werden.
Die Umsetzung erfolgt in einer speziellen modularen Holzbauweise. Dieses Konzept, das vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) entwickelt wurde, ermöglicht eine schnelle Errichtung und senkt gleichzeitig die Planungs- und Herstellungskosten. Das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) fungiert als Bewilligungsbehörde für die Vorhaben im Land.
Ausbau bis Ende 2026
Ziel des Programms ist es, bis Ende 2026 insgesamt fast 2.500 neue Fahrradstellplätze an Bahnstationen in ganz Brandenburg zu schaffen. „Dieser Standard soll Schritt für Schritt an immer mehr Bahnstationen im ganzen Land Brandenburg entstehen“, betonte ein Vertreter des Landesamts für Bauen und Verkehr anlässlich der Eröffnung in Wassmannsdorf.
Der Ausbau der Abstellanlagen gilt als wichtiger Baustein für die Verkehrswende. „Landesweite Radpark-Angebote erleichtern den Umstieg auf Bus und Bahn und werden Brandenburg als Fahrradland weiter voranbringen“, hieß es zur Bedeutung des Projekts. Mit der Anlage in Wassmannsdorf, die im Berliner Speckgürtel liegt, wächst das Netz der gesicherten Abstellmöglichkeiten stetig. Weitere Stationen sollen bis zum Jahresende folgen, nachdem in Eichwalde bereits eine der ersten Pilotkommunen mit einem großen Stellplatzangebot aufwartete.