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Potsdam erwartet historische Hitzewelle mit 40 Grad gefolgt von schweren Gewittern.

In Potsdam steigen die Temperaturen heute und morgen auf bis zu 40 Grad, was eine historische Seltenheit für die Landeshauptstadt darstellt. Die Stadt aktiviert ihren Hitzeaktionsplan, um vulnerable Gruppen vor den gesundheitlichen Risiken der extremen Hitze und der hohen nächtlichen Temperaturen zu schützen. Ab dem Wochenstart sorgen schwere Gewitter für eine spürbare Abkühlung, wobei mit Starkregen und Hagel zu rechnen ist.

In Potsdam zeigt das Thermometer aktuell 21 Grad bei einem Wind aus Südost, doch die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen einer ausgeprägten Hitzewelle. Das Thermometer soll heute und morgen Werte um 40 Grad erreichen, während die Nachttemperaturen bei 21 bis 25 Grad bleiben. Ein solches Ausmaß an Hitze ist für die Landeshauptstadt eine historische Seltenheit, wie ein Blick auf die Wetterdaten der vergangenen Jahre zeigt. Der bisherige Rekord liegt bei 39,3 Grad, die am 20. Juli 2022 gemessen wurden, wie rbb24 berichtete.

Gesundheitsrisiken und städtische Maßnahmen

Bei den prognostizierten Werten von 40 Grad und einer nächtlichen Abkühlung auf nur 21 Grad ist die Gefahr einer hohen nächtlichen Aufheizung der Umgebung gegeben. Diese Kombination kann das Risiko für hitzebedingte Gesundheitsprobleme wie Hitzschlag oder Kreislaufkollaps signifikant erhöhen, warnen Experten des Umweltbundesamtes. Der UV-Index erreicht in diesen Tagen Werte zwischen 6,7 und 6,9, was der Kategorie „hoch" bis „sehr hoch" entspricht und bei direkter Sonneneinstrahlung bereits innerhalb von 15 bis 25 Minuten zu Sonnenbrand führen kann.

Um die Bevölkerung zu schützen, aktiviert die Stadt Potsdam bei Temperaturen über 35 Grad ihren Hitzeaktionsplan. Dieser Plan umfasst spezifische Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Gruppen wie Senioren und Obdachloser. Die Stadt unterhält zudem ein Netzwerk an „Kühlen Orten", zu denen Bibliotheken und Schwimmbäder zählen, die bei Extremhitze als Rückzugsorte dienen.

Abkühlung durch Gewitter

Nach den extremen Hochsommertagen sorgen zum Wochenstart Gewitter für eine spürbare Abkühlung. Die Prognose sieht für Montag Höchstwerte von 29 Grad vor, bei einer Regenwahrscheinlichkeit von 48 Prozent und Windböen bis 32 km/h. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und der vorangegangenen Hitze könnten diese Gewitter als Superzellen mit Starkregen und Hagel auftreten, ein Phänomen, das in Brandenburg bei solchen Wetterlagen häufiger beobachtet wird. Der Deutsche Wetterdienst klassifiziert solche Phasen als typische Begleiterscheinungen von Hitzewellen in der Region.