Potsdam erlebt extreme Hitze mit 40 Grad, gefolgt von Gewittern zur Abkühlung.
In Potsdam steigen die Temperaturen aktuell auf bis zu 40 Grad, während die Nachtwerte bei 21 Grad verharren und die Region in einen extremen Hochsommer tauchen. Auch am Folgetag bleibt die Hitze mit rund 40 Grad bestehen, bevor sich die Wetterlage zum Wochenstart durch Gewitter ändert und die Werte auf 29 Grad sinken. Der Deutsche Wetterdienst stuft die aktuelle Belastung als extrem hoch ein, was angesichts der historischen Vergleichswerte und des Hitzeinsel-Effekts in der Landeshauptstadt besondere Vorsicht erfordert.
Extreme Hitze in der Landeshauptstadt
Aktuell zeigt das Thermometer in Potsdam bereits 21 Grad bei einem Wind aus Südost. Die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen einer ausgeprägten Hitzewelle, die die Region in einen Hochsommer mit extremen Werten taucht. Die Prognose sieht für heute Höchstwerte um 40 Grad vor, während die Tiefstwerte in der Nacht bei 21 Grad bleiben. Mit etwa 15 Sonnenstunden und einer Regenwahrscheinlichkeit von nur 15 Prozent ist ein sehr heißer Tag mit Windböen bis 22 km/h zu erwarten. Der UV-Index erreicht dabei einen Wert von 6,7. Der Sonnenaufgang erfolgt bereits um 4.47 Uhr, der Sonnenuntergang erst um 21.34 Uhr.
Auch morgen bleibt die Lage angespannt, da die Temperaturen erneut bei rund 40 Grad klettern. Die Tiefstwerte steigen in dieser Nacht sogar auf 25 Grad an. Die Sonne scheint weiterhin etwa 15 Stunden, wobei die Regenwahrscheinlichkeit auf 38 Prozent steigt und Windböen bis zu 49 km/h erreichen können. Der UV-Index bewegt sich mit 6,9 im Bereich „sehr hoch". Erst zum Wochenstart soll sich die Wetterlage ändern: Dann sorgen Gewitter für eine spürbare Abkühlung, wobei die Höchstwerte auf 29 Grad fallen und die Sonnenscheindauer auf nur noch drei Stunden schrumpft.
Historischer Vergleich und gesundheitliche Risiken
Potsdam gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands und gilt oft als eine der heißesten Städte des Landes. Zum Vergleich: Der höchste je in Deutschland gemessene Temperaturwert lag bei 40,3 Grad in Kitzingen im Jahr 2019; in Berlin und Potsdam wurden in der Vergangenheit jedoch ebenfalls Werte bis ca. 38 bis 39 Grad erreicht. Wie einem Bericht von rbb24 zu entnehmen ist, drohen in solchen Phasen oft Rekordtemperaturen.
Der Deutsche Wetterdienst stuft Hitzebelastungen bei Temperaturen über 35 Grad als „sehr hoch" und bei Werten über 40 Grad als „extrem hoch" ein, was mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko verbunden ist. Auch der UV-Index zwischen 6 und 7 gilt als „hoch" bis „sehr hoch", weshalb Schutzmaßnahmen wie Sonnencreme und Kopfbedeckungen dringend empfohlen werden. Die lange Tageslichtdauer im Juni, mit Sonnenaufgang gegen 4.45 Uhr und Sonnenuntergang gegen 21.35 Uhr, trägt in Potsdam zusätzlich zur intensiven Aufheizung bei.
Städtische Hitzeinseln und Abkühlung
Besonders nachts bleibt es in der Stadt oft wärmer als im Umland, ein Phänomen, das als Hitzeinsel-Effekt bekannt ist. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Energie Berlin weist darauf hin, dass diese gespeicherte Wärme die Erholung in den Nächten erschwert. Während die Prognose für den Wochenstart Gewitter und einen Temperaturrückgang auf 29 Grad ankündigt, bleibt die Bevölkerung in den nächsten Tagen aufgefordert, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.