Polizei warnt in Magdeburg vor Staus durch AfD-Auftakt und Gegenproteste

Die Polizei warnt in Magdeburg vor erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus im ostelbischen Stadtgebiet durch den AfD-Wahlkampfauftakt und die damit verbundenen Gegenproteste

Polizei warnt in Magdeburg vor Staus durch AfD-Auftakt und Gegenproteste
Symbolfoto · Foto: Ben Sauer / Unsplash

Wer heute (18. Juli) in Magdeburg unterwegs ist, sollte deutlich mehr Zeit für die Fahrt einplanen. Die Polizei warnt vor erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus, die vor allem im ostelbischen Stadtgebiet und auf dem Messegelände auftreten. Der Grund sind mehrere parallele Veranstaltungen und Versammlungen, die den Straßenverkehr spürbar beeinträchtigen.

Wahlkampfauftakt der AfD und Gegenproteste

Hauptauslöser für die aktuellen Einschränkungen ist der offizielle Wahlkampfauftakt der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Die Veranstaltung auf dem Messegelände zog rund 3.000 Anhänger an. Zu den prominenten Gästen zählten die Bundesvorsitzende Alice Weidel, die die Hauptrede hielt, sowie der Spitzenkandidat Ulrich Siegmund, der sein Ziel, der erste AfD-Ministerpräsident des Landes zu werden, bekräftigte.

Parallel dazu fanden auf dem Messegelände und in der Stadt weitere Versammlungen statt. Eine separate Großversammlung mit etwa 300 Teilnehmern, bestehend aus einer stationären Kundgebung und einem Aufzug durch die Stadt, dauerte von 13:00 bis 16:30 Uhr. Diese wurde von zivilgesellschaftlichen Gruppen wie „Omas gegen Rechts“, Kirchenvertretern und Teilen der Kulturszene organisiert, um gegen den Wahlkampf der AfD zu demonstrieren.

Großaufgebot der Polizei und Ermittlungen

Aufgrund der angespannten Lage und der Einordnung der AfD durch den Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch, war ein massives Polizeiaufgebot im Einsatz. Hunderte Beamte sicherten die Veranstaltungen, unterstützt durch Kräfte der Landesbereitschaftspolizei, der Polizeiinspektion Halle, des LKA, des BKA, der Bundespolizei sowie der Polizei aus Thüringen.

Die Polizei musste bereits während der Versammlungen mehrfach eingreifen. Es kam zu mehreren Straftaten, darunter Verdachtsfälle auf Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung durch Graffiti. Gegen die Beteiligten werden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Behörden bitten alle Verkehrsteilnehmenden um besondere Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme, da die Lage dynamisch ist.

Verkehrsplanung und Empfehlung der Behörden

Die Verkehrsbeeinträchtigungen sind bereits seit den Vormittagsstunden spürbar und werden sich voraussichtlich bis in den späten Nachmittag fortsetzen. Besonders betroffen sind die Zufahrtsstraßen zum Messegelände sowie die Routen, die für die Demonstrationen genutzt wurden. Die Polizei empfiehlt dringend, für Fahrten mehr Zeit einzuplanen oder, wenn möglich, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen.

Sowohl Besucher der Veranstaltungen als auch ortsansässige Verkehrsteilnehmende sind aufgefordert, die aktuellen Verkehrsführungen zu beachten und Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen. Durch die hohe Anzahl an Demonstranten und die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ist mit zeitweisen Sperrungen und Umleitungen im gesamten ostelbischen Bereich zu rechnen.