Potsdam warnt vor massiven Staus durch zahlreiche Baustellen in der kommenden Woche
Potsdam warnt Autofahrer für die kommende Woche vor massiven Staus durch ein dichtes Netz an Baustellen im gesamten Stadtgebiet
Die kommende Woche wird für Autofahrer in Potsdam und Umgebung zu einer Geduldsprobe. Von Montag, dem 20. Juli, bis Sonntag, dem 26. Juli 2026, sorgt ein dichtes Netz an Baustellen im gesamten Stadtgebiet für erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Landeshauptstadt warnt vor Staus auf wichtigen Umleitungsstrecken und fordert alle Verkehrsteilnehmer auf, besonders vorsichtig zu sein und frühzeitig alternative Routen zu planen.
Neue Anbindung für Krampnitz auf der B2
Ein zentraler Fokus der aktuellen Arbeiten liegt auf der Potsdamer Chaussee (B2) in Fahrland. Hier entsteht zwischen der Hannoverschen Straße und dem Rotkehlchenweg ein neuer Knotenpunkt, der den Stadtteil Krampnitz an das übergeordnete Straßennetz anbinden soll. Diese Infrastrukturmaßnahme ist essenziell für die Erschließung des größten Neubaugebiets Potsdams, in dem langfristig rund 10.000 neue Wohnungen entstehen sollen.
Die Bauarbeiten beginnen mit der Herstellung von Behelfsfahrstreifen, was zu halbseitigen Sperrungen führt. Der Verkehr wird dabei durch eine mobile Lichtzeichenanlage gesteuert. Sobald die Behelfsfahrstreifen fertiggestellt sind, kann der Verkehr mit jeweils einem Fahrstreifen in jede Richtung an der Baustelle vorbeigeführt werden. Fußgänger und Radfahrer bleiben sicher an der Baustelle vorbei. Die Arbeiten an dieser kritischen Infrastrukturstelle sind ein langfristiges Projekt und werden voraussichtlich bis Mai 2028 andauern.
Sanierung in Babelsberg und Großbeerenstraße
Auch im Süden der Stadt, in Babelsberg, stehen umfangreiche Umbauten an. Der Knotenpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße / August-Bebel-Straße / Hiroshima-Nagasaki-Platz befindet sich aktuell im dritten Bauabschnitt der grundhaften Um- und Ausbaumaßnahme. Ziel ist es, die Leitungen zu erneuern und den Kreuzungsbereich zukünftig vollständig zu signalisieren. Der Knoten ist derzeit gesperrt.
Die Umleitungen sind komplex: Wer von der Rudolf-Breitscheid-Straße stadtauswärts will, muss über die Fontanestraße, die Domstraße und die Karl-Marx-Straße fahren. Für den Verkehr von der Rudolf-Breitscheid-Straße zur August-Bebel-Straße gilt die Route über Paul-Neumann-Straße, Pestalozzistraße, Fritz-Zubeil-Straße, Großbeerenstraße und Wetzlarer Straße. Die Umleitung von der August-Bebel-Straße zur Karl-Marx-Straße führt über Stahnsdorfer Straße, Bernhard-Beyer-Straße, Bäkestraße, Neue Kreisstraße und zurück zur Rudolf-Breitscheid-Straße. Fußgänger werden weiterhin sicher am Baufeld vorbeigeführt.
Parallel dazu läuft die Instandsetzung der Großbeerenstraße zwischen Horstweg und Lutherplatz sowie des Horstwegs selbst. Die Arbeiten, die seit dem 13. Juli 2026 laufen und bis zum 24. August 2026 geplant sind, kosten rund 700.000 Euro. Ein wichtiges Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende. Dafür werden beidseitig Sicherheitstrennstreifen und Sicherheitsstreifen markiert, um Konflikte mit parkenden Fahrzeugen, insbesondere das sogenannte „Dooring“ (plötzlich geöffnete Türen), zu minimieren.
Dabei werden sechs Parkstände entfallen. Je nach Bauabschnitt sind zudem angrenzende Straßen wie die Friesenstraße, Jahnstraße, Wattstraße und Fultonstraße voll gesperrt. Der Kfz-Verkehr wird über die L40 Nuthestraße umgeleitet, während für Radfahrer eine separate Umleitung ausgeschildert ist. Auch hier ist mit Stau auf der Umleitungsstrecke zu rechnen.
Weitere Sperrungen im Stadtgebiet
In der Nedlitzer Straße und der Straße Am Schragen (zwischen Pappelallee und Esplanade) wird die Fahrbahnoberfläche erneuert. Dies führt zu einer vollständigen Sperrung. Der Verkehr aus Norden wird über die Amundsenstraße, B273, Georg-Hermann-Allee und Pappelallee umgeleitet. Verkehrsteilnehmer aus Süden müssen einen längeren Umweg über B273, Amundsenstraße, Kurfürstenstraße, Hans-Thoma-Straße, Behlertstraße, Am Neuen Garten, Alleestraße, Reiterweg, Jägerallee, Pappelallee und Georg-Hermann-Allee nehmen. Die Lichtzeichenanlagen auf diesen Routen wurden angepasst, doch das erhöhte Verkehrsaufkommen wird zu Staus führen.
Ebenfalls betroffen ist die Jägerallee, die für die Herstellung eines Blindenleitsystems und Instandhaltungsarbeiten voll gesperrt ist. In der Hegelallee wird der Verkehr auf einem Fahrstreifen je Richtung geleitet. In den letzten zwei Ferientagen (10. bis 21. August) steht aufgrund von Asphaltarbeiten nur ein Fahrstreifen zur Verfügung, der per mobiler Lichtsignalanlage geregelt wird. Eine signalisierte Überquerung für Fußgänger über die Hegelallee bleibt gewährleistet.
In der Charlottenstraße muss wegen Anschlüssen für Medien aus dem Bauvorhaben „Bäckerstraße / Kleine Gasse“ eine halbseitige Sperrung erfolgen. Ein Schienenersatzverkehr zum Bahnhof Pirschheide wird eingerichtet. Der Verkehr wird mit einem Fahrstreifen in jede Richtung vorbeigeführt.
Die Zeppelinstraße (zwischen Schafgraben und Kastanienallee) ist in stadtauswärtige Richtung durch zwei Baustelleneinrichtungen auf jeweils einen Fahrstreifen je Richtung eingeschränkt. Fußgänger und Radfahrer werden gemeinsam in einem abgesperrten Bereich auf der Fahrbahn geleitet.
In der Brandenburger Straße erfolgt die grundhafte Instandsetzung im Abschnitt zwischen Dortustraße und Jägerstraße unter Vollsperrung. Beginnend am Knoten Brandenburger Straße Ecke Jägerstraße wird die Fahrbahnoberfläche erneuert. Die Gehwege bleiben nutzbar, und die fußläufige Erreichbarkeit der Geschäfte sowie Rettungswege sind gewährleistet. Der Lieferverkehr ist weiterhin möglich.
Die Wublitzstraße zwischen Am Bahnhof und Ortseingang Grube ist für die Sanierung der Fahrbahn und den Neubau eines Radwegs gesperrt. Die Umleitung führt über die Autobahn A10 und ist bis voraussichtlich Ende August 2026 in Kraft. Für Radfahrer gibt es eine separate Umleitung.
Abschließend ist die Satzkorner Bergstraße zwischen B273 und Eichenallee zur B.E.S.T. Bau abschnittsweise halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird hier durch eine mobile Lichtzeichenanlage an der Baustelle vorbeigeführt.
Das Tiefbauamt der Landeshauptstadt Potsdam koordiniert die zahlreichen Baustellen, während die Verkehrspolizei für die Umsetzung der Umleitungsschilderung verantwortlich ist. Die Havelblatt-Redaktion empfiehlt allen Verkehrsteilnehmern, die aktuellen Verkehrsmeldungen zu verfolgen und bei der Planung ihrer Routen die Sperrungen und Umleitungen zu berücksichtigen.