Polizei sucht Zeugen nach zweiten Graffiti-Angriff auf Aldi in Barleben
Unbekannte haben den Aldi-Markt in Barleben innerhalb weniger Tage zum zweiten Mal mit Graffiti beschmiert. Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Hinweise zur Aufklärung der Tat
Am Aldi-Markt im Breiteweg in Barleben ist es erneut zu einer Sachbeschädigung durch Graffiti gekommen. Unbekannte Täter besprühten gestern, am 18. Juli, die Außenfassade des Supermarktes mit mehreren Schriftzügen und Farbaufträgen. Der Vorfall fügt sich in eine bedauerliche Serie von Vorfällen in der Region ein, die die Ermittler der Polizei vor neue Herausforderungen stellt.
Bereits am vergangenen Montag, dem 14. Juli, war derselbe Standort Ziel einer ähnlichen Tat geworden. Dass innerhalb weniger Tage zweimal derselbe Ort attackiert wurde, lässt auf eine gezielte Vorgehensweise schließen. Die Polizei prüft derzeit intensiv, ob beide Delikte miteinander in Verbindung stehen und möglicherweise von denselben Tätern verübt wurden. Die Ermittlungen laufen unter der Aktennummer 211/2026.
Häufung von Eigentumsdelikten in Barleben
Die aktuellen Graffiti-Schmierereien sind nur die jüngste Folge einer Welle von Sachbeschädigungen und Diebstählen, die das Polizeirevier Börde in den letzten Monaten beschäftigt. In Barleben kam es in diesem Zeitraum bereits zu weiteren schweren Delikten. So wurde beispielsweise eine Sattelzugmaschine gestohlen, was einen Schaden von rund 50.000 Euro verursachte. Auch an Grundstücksmauern wurden wiederholt Beschädigungen festgestellt.
Der Aldi-Standort am Breiteweg 51 nimmt als zentraler Treffpunkt in Barleben eine besondere Rolle ein. Die wiederholte Attacke an genau dieser Stelle deutet darauf hin, dass die Täter den Ort genau kennen und gezielt auswählen. Solche Muster sind in der Vergangenheit auch in anderen Magdeburger Stadtteilen wie Sudenburg oder Westerhüsen beobachtet worden, wo es ebenfalls zu Wellen von Graffiti kam.
Rechtliche Konsequenzen und Zeugenaufruf
Sachbeschädigungen durch Graffiti fallen gemäß § 303 des Strafgesetzbuches (StGB) unter Straftaten, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden können. Bei Wiederholungstaten oder besonders schwerem Verschmutzen kann die Strafe entsprechend höher ausfallen.
Die Polizei bittet dringend um Mithilfe der Bevölkerung. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Aldi-Marktes beobachtet haben, oder andere Hinweise zu den Taten geben können, werden gebeten, sich zu melden. Die Ermittler des Polizeireviers Börde erreichen die Öffentlichkeit unter der Telefonnummer 03904/478-0.
Alternativ können Hinweise auch über das E-Revier der Polizei Sachsen-Anhalt eingereicht werden. Dieses digitale Angebot ermöglicht es, Informationen oft auch anonym zu übermitteln, was für viele Zeugen eine wichtige Hürde zur Meldung von Verdachtsmomenten darstellt. Das Polizeirevier Börde mit Sitz in Haldensleben ist für den gesamten Landkreis Börde zuständig und leitet die weiteren Schritte zur Aufklärung der Vorfälle ein.