Mann stirbt bei Badeunfall im Möserschen See in Kirchmöser

Ein Mann ist am Donnerstagabend bei einem Badeunfall im Möserschen See in Kirchmöser ums Leben gekommen, obwohl Zeugen und Rettungskräfte sofort reanimierten

Symbolfoto · Foto: Nadine Redlich / Unsplash

Gestern Abend gegen 18.10 Uhr ging in der Rettungsleitstelle ein Notruf ein: Im Möserschen See in Kirchmöser trieb eine Person im Wasser. Zeugen hatten den Mann sofort aus dem Gewässer gezogen und mit Reanimationsversuchen begonnen. Auch die eilends herbeigerufenen Rettungskräfte setzten alle Maßnahmen fort, um das Leben des Ertrinkenden zu retten.

Trotz der intensiven Wiederbelebungsversuche konnte der Tod des Mannes nicht mehr verhindert werden. Der hinzugezogene Notarzt stellte später das Ableben fest. Die Polizei geht derzeit von einem tragischen Badeunfall aus. „Hinweise auf eine Fremdeinwirkung liegen derzeit nicht vor“, bestätigte ein Polizeisprecher.

Todesermittlungsverfahren eingeleitet

Um die genauen Umstände des Geschehens zu klären, hat die Polizei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Beamte befragen derzeit Zeugen, um den Hergang lückenlos zu rekonstruieren. Der Mösersche See, der zum Ortsteil Kirchmöser der Stadt Brandenburg an der Havel gehört, ist zwar für seine flachen Bereiche bekannt und wird auch als beliebter Spot zum Surfen genutzt, birgt dennoch erhebliche Risiken.

Der See verfügt über einen bis zu 50 Meter weiten Stehbereich am Einstieg, was Laien oft zu einer falschen Sicherheit verleitet. Dennoch ist der See ein bekannter Ort für Badeunfälle. Die offizielle Badestelle „Arke“ am Ufer unterliegt zwar regelmäßigen Wasserqualitätskontrollen, doch die Kombination aus Freizeitaktivitäten wie Kitesurfen und dem Baden in einem Gewässer, das zu den Bundeswasserstraßen gehört, erfordert besondere Aufmerksamkeit.

Tragische Bilanz in Brandenburg

Der Vorfall in Kirchmöser reiht sich in eine bedrückende Statistik ein. Laut einer Zwischenbilanz der DLRG starben in den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 bereits 17 Menschen bei Badeunfällen in Brandenburg. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum des Vorjahres 2024 waren es 20 Tote.

Die Zahlen zeigen, dass die Gefahr in den Gewässern des Landes auch bei scheinbar harmlosen Bedingungen besteht. Bereits vor dem offiziellen Beginn der Badesaison, also in den Monaten Januar bis April 2025, waren in Brandenburg schon 10 Menschen in Gewässern ums Leben gekommen. Die DLRG warnt daher regelmäßig vor Selbstüberschätzung und rät Schwimmern, die eigenen Grenzen und die Beschaffenheit des Gewässers genau einzuschätzen.