Künstlerpaar Francik und Krause sprechen über Polarität in Potsdamer Galerie KUNST-KONTOR

Die Galerie KUNST-KONTOR in Potsdam lädt am 24. Juli zu einem Gespräch mit Gabriela Francik und Axel Krause über ihre Ausstellung „POLAR", in der das Prinzip der Polarität im Mittelpunkt steht

Künstlerpaar Francik und Krause sprechen über Polarität in Potsdamer Galerie KUNST-KONTOR
Symbolfoto · Foto: Pict4life / Unsplash

Die Galerie KUNST-KONTOR in Potsdam lädt am Freitag, 24. Juli, um 19 Uhr zu einem besonderen Gespräch in ihre Räumlichkeiten am Bertiniweg 1A ein. Im Mittelpunkt steht die aktuelle Ausstellung „POLAR“, in der das Künstlerpaar Gabriela Francik und Axel Krause ihre Werke präsentiert. Der Titel der Schau verweist auf das hermetische Prinzip der Polarität, ein Konzept, das laut den Künstlern alle Lebens- und Seinsbereiche von Mensch und Natur durchzieht. Im Rahmen des Gesprächs soll es nicht nur um die spezifischen Kunstwerke gehen, sondern auch um die Verbindung von Kunst und Leben im Allgemeinen.

Gemeinsame Wurzeln, unterschiedliche Pfade

Die beiden Protagonisten der Ausstellung teilen eine bedeutende künstlerische Vergangenheit. Beide studierten an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig, wo ihre Wege sich kreuzten. Axel Krause, geboren 1958 in Halle, gilt als exponierter Vertreter der Neuen Leipziger Schule. Nach seinem Studium arbeitete er von 1990 bis 1993 als Theatermaler an der Oper Leipzig und lehrte später als Lehrbeauftragter an seiner Alma Mater. Sein Werk „Puppenhaus“ wurde beispielsweise 2018 vom Deutschen Bundestag für dessen Kunstsammlung angekauft.

Gabriela Francik, 1964 in Leipzig geboren, folgte einem ähnlich international geprägten Weg. Neben ihrem Studium an der HGB Leipzig absolvierte sie ein Austauschstudium an der École des Beaux-Arts in Paris. Ihre Karriere ist geprägt von mehreren Stipendien, unter anderem von der Kulturstiftung Leipzig und der Fundación Valparaiso in Spanien. Seit 2010 leitet sie zudem eigene Malreisen nach Frankreich. Trotz dieser unterschiedlichen Entwicklungspfade verbindet die beiden das Interesse an den dualistischen Strukturen der Welt, die sie in ihren Arbeiten erforschen.

Das Prinzip der Polarität als roter Faden

Das hermetische Prinzip der Polarität besagt, dass alles Dualität besitzt und dass Gegensätze im Wesen identisch, sich jedoch in Grad und Richtung unterscheiden. Dieses theoretische Fundament bildet den roten Faden der Ausstellung „POLAR“. In den Werken von Francik und Krause spiegeln sich diese Gegensätze wider – sei es in der Spannung zwischen Licht und Schatten, Form und Leere oder zwischen der konkreten Darstellung und der abstrakten Idee. Das Gespräch am 24. Juli bietet die Gelegenheit, diese künstlerische Auseinandersetzung mit den Künstlern direkt zu vertiefen und zu verstehen, wie sich das Prinzip in ihren jeweiligen Techniken und Motiven manifestiert.

Die Schau „POLAR“ ist in der von Friederike Sehmsdorf geleiteten Galerie KUNST-KONTOR zu sehen, die sich als Forum für zeitlose Kunst versteht. Die Ausstellung läuft noch bis zum 5. September 2026. Wer das Künstlergespräch besuchen möchte, wird gebeten, sich bis Donnerstag, 23. Juli, anzumelden, um einen Platz zu sichern. Der Treffpunkt ist wie gewohnt am Bertiniweg 1A in Potsdam.