Potsdam verleiht am 9. Oktober den mit 5.000 Euro dotierten CLIO-Preis für Geschichtsfilme
Am 9. Oktober verleiht Potsdam zum neunten Mal den mit 5.000 Euro dotierten CLIO-Preis für den besten Geschichtsfilm im Filmmuseum, wobei sechs nominierte Produktionen zur Auswahl stehen
Am Freitag, dem 9. Oktober 2026, lädt das Filmmuseum Potsdam zum neunten Mal zur feierlichen Verleihung der CLIO ein. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis zeichnet den besten Film zu einem historischen Thema aus. Die Veranstaltung, die um 19 Uhr beginnt, wird von der Landeshauptstadt Potsdam gestiftet und vom Verein moving history | Festival des historischen Films verliehen.
In die diesjährige Auswahl sind sechs Filme gelangt, die zwischen Juni 2025 und Mai 2026 ihre Uraufführung feierten. Die Nominierten spiegeln die thematische Breite des Festivals wider. Ebenfalls nominiert sind Benjamin Rost und Erec Brehmers Dokumentarfilm „Born to Fake“, der sich mit dem größten Medienbetrug der deutschen Nachkriegsgeschichte auseinandersetzt, sowie Kirill Serebrennikows Drama „Das Verschwinden des Josef Mengele“.
Rahmenprogramm und Vorführungen
Neben der Preisverleihung bietet das Festival mit dem Rahmenprogramm moving history | Spezial weitere filmische Einblicke. Drei weitere Werke werden in diesem Kontext gezeigt. Alle nominierten Produktionen sowie die Spezial-Vorführungen sind ab dem 25. September 2026 im Filmmuseum Potsdam zu sehen. Im ersten Quartal 2027 zieht das Programm dann ins Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums in Berlin weiter.
Die Schirmherrschaft für das gesamte Festival moving history 2026 hat Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel übernommen. Für die CLIO-Verleihung selbst fungiert der bekannte Schauspieler Jörg Schüttauf als Schirmherr.
Wissenschaftlicher Anspruch und Kriterien
Ausgezeichnet werden Filme, die sich auf besondere Weise mit historischen Themen befassen. Dies umfasst fiktionale Handlungen, die in der Vergangenheit angesiedelt sind, ebenso wie Werke, die in der Gegenwart spielen, aber historische gesellschaftliche Konflikte verhandeln. Auch dokumentarische oder essayistische Arbeiten zählen zur Kategorie. Ein besonderes Augenmerk legt die Jury dabei auf bislang vernachlässigte oder sensible Themen sowie auf neue Interpretationen bekannter Stoffe.
Das Festival moving history findet seit 2017 jährlich in Potsdam statt und hat sich als einziges deutsches Festival etabliert, das sich ausschließlich historischen Filmen widmet. Die Zusammenarbeit mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) unterstreicht den wissenschaftlichen Anspruch der Veranstaltung und die Verbindung von Theorie und Praxis. Gefördert werden die Preisverleihung und das Filmprogramm vom Medienboard Berlin-Brandenburg sowie vom Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM). Weitere Partner sind das Filmmuseum Potsdam und das Zeughauskino.