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Kunsthalle Brennabor holt wegen Hitze verschobenen Workshop am Sonntag nach

Nach der Hitzewelle lädt die Kunsthalle Brennabor am Sonntag, 5. Juli, zu einem kreativen Workshop in der aktuellen Ausstellung des Frauenmuseums Berlin

Nach der Hitzewelle am vergangenen Wochenende findet der geplante Workshop in der Kunsthalle Brennabor nun nachgeholt statt. Interessierte sind am Sonntag, 5. Juli, von 14 bis 16 Uhr eingeladen, selbst kreativ zu werden. Unter dem Titel „Der genaue Blick. Suchen, entdecken, selbst gestalten“ führt das Angebot durch die aktuelle Ausstellung „Man steigt nicht zweimal in denselben Fluss“ des Künstlerinnennetzwerks Frauenmuseum Berlin. Im Mittelpunkt steht dabei das präzise Hinsehen: Ausgewählte Details der gezeigten Werke werden fotografisch hervorgehoben und dienen als Ausgangspunkt für eigene künstlerische Ideen.

Historischer Ort und künstlerisches Netzwerk

Die Veranstaltung findet in einem besonderen Ambiente statt: Die Kunsthalle Brennabor ist in historischen Industriehallen untergebracht, die ursprünglich zu den Brennabor-Werken gehörten. Seit dem Jahr 2001 werden diese Gebäude teilweise instand gesetzt und für Kunstzwecke umgenutzt. Der Freundeskreis der Kunsthalle Brennabor e.V. betreibt den Ort und organisiert regelmäßig Ausstellungen sowie Workshops.

Die aktuelle Schau zeigt Werke von 24 Künstlerinnen des Frauenmuseums Berlin. Dieses Netzwerk wurde bereits in den 1990er Jahren als gemeinnütziger Verein gegründet und ist seit 2016 Mitglied im weltweiten Verband der Frauenmuseen. Es versteht sich als Plattform für Berliner Künstlerinnen und ist international vernetzt.

Technik und letzte Chance

Im praktischen Teil gestalten die Teilnehmer ihr entdecktes Motiv weiter. Dabei kommen Farbe und geschmolzenes Bienenwachs zum Einsatz. Diese Kombination verweist auf traditionelle Techniken wie die Enkaustik und ermöglicht es, individuelle Arbeiten zu schaffen, die grafische und malerische Elemente verbinden. Geleitet wird der öffentliche Workshop von den Künstlerinnen Ulrike Dornis und Annette Selle. Ulrike Dornis, deren Arbeiten unter anderem auch vom Kunstverein Uelzen gezeigt wurden, arbeitet in ihrer Praxis oft mit der Neuinterpretation historischer Motive.

Da die Ausstellung am 5. Juli 2026 endet, bietet der Workshop die letzte Möglichkeit, die Werke vor Ort zu erleben und aktiv daran teilzuhaben. Die Kunsthalle ist in den letzten Tagen noch freitags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Zusätzlich sind Besuche nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 0176/34644560 möglich. Der Ort ist die Kunsthalle Brennabor in der Geschwister-Scholl-Straße 12 in 14776 Brandenburg an der Havel.