Hajo Blank verwandelt Fotos in abstrakte Kunst in der Werderaner Stadtgalerie Kunst-Geschoss

In der Werderaner Stadtgalerie Kunst-Geschoss zeigt Hajo Blank ab dem 16. Juli Fotokunst, die durch digitale Bearbeitung von der Realität in abstrakte Kompositionen übergeht

Symbolfoto · Foto: Steve A Johnson / Unsplash

Wo die Wirklichkeit im Foto verschwindet

In der Werderaner Stadtgalerie Kunst-Geschoss wird ab dem 16. Juli eine Ausstellung zu sehen sein, die den Betrachter zwischen Realität und Imagination wandeln lässt. Der Künstler Hajo Blank präsentiert dort seine Fotokunst, bei der die ursprüngliche Aufnahme oft nur noch als stimmungsvoller Anker dient. Ausgehend von Fotografien bearbeitet Blank die Bilder digital weiter und setzt sie zu neuen, teils fast abstrakten Kompositionen zusammen. Das Ergebnis sind Werke, die einerseits vertraut wirken, andererseits aber eine eigene, imaginäre Welt erschaffen.

Die gezeigten Arbeiten entstanden in einem Zeitraum von sieben Jahren, von 2019 bis 2026, und spiegeln die künstlerische Entwicklung des in Berlin/Brandenburg geborenen Künstlers wider. Blank ist kein reiner Fotograf, sondern ein vielseitig gebildeter Gestalter. Er studierte Kunst und Design an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und sammelte als Produkt- und Kommunikationsdesigner, Bühnenbildner sowie Ausstellungsdesigner breite Erfahrung. Diese unterschiedlichen Disziplinen fließen in seine Arbeiten ein, die oft eine komplexe Bildsprache entwickeln.

Reisen und Veröffentlichungen

Seine künstlerische Perspektive wurde maßgeblich durch zahlreiche Studienreisen geprägt. Blank bereiste Länder wie Äthiopien, Peru, Guatemala, Marokko, Malaysia, Indien, China und die Mongolei. Diese Eindrücke verarbeitete er nicht nur visuell, sondern auch schriftlich. Als Autor, Illustrator und Fotokünstler veröffentlichte er in 15 verschiedenen Verlagen zahlreiche Bücher, darunter Titel, die sich mit seinen Reisen auseinandersetzen, wie etwa „Ich bin ein Indianer“.

Ausstellung im Kunst-Geschoss

Die Ausstellung findet im Kunst-Geschoss statt, das seit 2008 im Werderaner Schützenhaus untergebracht ist. Auf 230 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt die städtische Galerie regelmäßig Werke zeitgenössischer Kunst und fördert gezielt den künstlerischen Nachwuchs. Unter der Leitung des Kurators Frank W. Weber hat sich der Ort zu einem festen Bestandteil der Kunstszene in Werder (Havel) entwickelt.

Die Vernissage zur Eröffnung der Schau beginnt am Mittwoch, 15. Juli, um 19 Uhr. Anschließend ist die Ausstellung donnerstags, samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei.