Goldschmiedin Sayuri de Zilva zeigt Metallverarbeitungstechniken früher Zeiten auf der Archäotechnica
Goldschmiedin Sayuri de Zilva zeigt auf der Archäotechnica im August im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg, wie Schmuck in früheren Zeiten aus Kupfer und Eisen entstand und Besucher selbst Techniken wie das Punzieren ausprobieren können
Eine Reise durch die Modegeschichte
Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg öffnet am 1. und 2. August 2026 erneut seine Tore für die Archäotechnica. Unter dem diesjährigen Motto „Fasern, Kleider, Schmückendes – Mensch und Mode durch die Jahrtausende“ lädt die Veranstaltung zu einer modischen Reise durch ferne Epochen ein. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Betrachtung historischer Funde, sondern vor allem das eigene Erleben vergangener Handwerkstechniken. Wer Schmuck aus der Frühzeit der Metallverarbeitung verstehen möchte, findet hier die ideale Gelegenheit, selbst Hand anzulegen.
Sayuri de Zilva und das Team von archaeoWERK
Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung steht die Goldschmiedin und Archäotechnikerin Sayuri de Zilva. Als M.A. arbeitet sie eng mit dem Projekt archaeoWERK zusammen, das sich auf experimentelle Archäologie und Kulturvermittlung spezialisiert hat. Ihr Team gilt als weltweit einzigartig, da es sämtliche Herstellungsprozesse lückenlos nachvollziehen kann – von der Gewinnung des Kupfererzes bis zur Fertigung von Schmuck aus massiven, gezogenen Kupferdrähten. Diese Expertise macht sie zur idealen Ansprechpartnerin, um Besuchern die Techniken früher Metallzeiten anschaulich zu erklären.
Ein Indiz für das hohe öffentliche Interesse an dieser experimentellen Arbeit ist ein Kurzfilm des Teams über die Reduktion von Malachit zu Kupfer im Lagerfeuer. Das Video wurde auf YouTube bereits über 480.000 Mal angeklickt. Bei der Archäotechnica können Besucher nun live erleben, wie diese Prozesse ablaufen, und unter fachgerechter Anleitung erste eigene Versuche in der Metallverarbeitung wagen.
Mitmachen am Stand für Metallverarbeitung
An ihrem Mitmach-Stand im Hof des Museums können Interessierte verschiedene Techniken erlernen. Wer schon immer einmal das Punzieren von Kupfer ausprobieren wollte, um mit einem schmucken Klapperblech nach Hause zu kommen, ist hier genau richtig. Auch das Biegen von Eisendraht zu Armreifen und Spiralen gehört zum Programm. Das Angebot richtet sich insbesondere an Familien; Kinder unter 12 Jahren sollten die Arbeiten mit Metallen jedoch nur in Begleitung Erwachsener durchführen. Die Veranstalter freuen sich bereits auf das Klacken von Hammer und Amboss, das den Veranstaltungshof erfüllen wird.
Rahmenbedingungen und historische Kulisse
Die Archäotechnica 2026 findet am 1. und 2. August jeweils von 10 bis 17 Uhr auf dem Gelände des Archäologischen Landesmuseums statt. Das Museum ist im historischen Dominikanerkloster St. Pauli untergebracht, das im 13. Jahrhundert gegründet wurde und heute etwa 10.000 Exponate aus 130.000 Jahren Geschichte beherbergt. Die Veranstaltung wird vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Museum (BLDAM) getragen.
Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt für Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Familien zahlen 10 Euro, während Kinder unter 10 Jahren freien Eintritt haben. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Programm sind auf den Seiten des Museums verfügbar.