Fouqué-Bibliothek in Brandenburg führt Chatbot zur digitalen Mediensuche ein
Die Fouqué-Bibliothek in Brandenburg an der Havel hat einen Chatbot eingeführt, der Besucher bei der Suche nach Büchern, Hörbüchern und Filmen im Online-Katalog unterstützt. Das System ermöglicht die Recherche in Alltagssprache und steht auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten zur Verfügung. Während der Bot Standardanfragen bearbeitet, bleibt die persönliche Beratung weiterhin alleinige Aufgabe des menschlichen Personals.
Eine neue Kollegin im digitalen Gewand
Die Fouqué-Bibliothek in Brandenburg an der Havel hat ihre Mannschaft erweitert, diesmal jedoch nicht durch eine neue Person, sondern durch eine digitale Unterstützung. Künftig steht den Besucherinnen und Besuchern ein Chatbot zur Seite, der als virtuelle Mitarbeiterin im Online-Katalog der Einrichtung integriert ist. Das Ziel der Einführung ist es, den Zugang zu Büchern, Hörbüchern und Filmen zu erleichtern und die Suche nach Medien auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu ermöglichen.
Hinter dem System verbirgt sich eine Lösung, die Nutzer bei der Recherche im gesamten Bibliotheksbestand unterstützt. Wer nach einem bestimmten Thema sucht oder unsicher ist, welches Medium am besten passt, kann seine Anfrage ganz einfach in Alltagssprache eingeben. Der Bot durchsucht daraufhin die Bestände und liefert sowohl bei einfachen als auch bei komplexeren Fragen passende Treffer.
Standort und Aufgabenverteilung
Die Bibliothek, die ihren Sitz im historischen Fouqué-Haus am Altstädtischen Markt 8 hat, ist nach dem Schriftsteller Friedrich Heinrich Karl Baron de la Motte-Fouqué benannt und beherbergt zudem das Fouqué-Archiv mit Beständen der Fouqué-Gesellschaft Berlin-Brandenburg e.V. Literaturport. Der neue Chatbot ist direkt im Online-Katalog nutzbar, sowohl an den Computern vor Ort als auch auf mobilen Endgeräten.
Wichtig ist jedoch die klare Abgrenzung der Aufgaben: Der Chatbot konzentriert sich ausschließlich auf die Mediensuche und die Beantwortung von Standardfragen. Persönliche Beratungsgespräche und individuelle Anliegen bleiben weiterhin alleinige Aufgabe des menschlichen Personals. Der Einsatz solcher KI-Tools ist dabei Teil eines bundesweiten Trends zur Digitalisierung in öffentlichen Bibliotheken, vergleichbar mit ähnlichen Projekten zur Unterstützung der Nutzer in Berlin. So soll die Effizienz gesteigert werden, ohne die persönliche Note des Bibliotheksbetriebs zu verlieren.