William Kentridges Bronzeskulptur Apron steht nun dauerhaft am Brauhausberg in Potsdam.
Am 27. Juni 2026 wurde am Brauhausberg in Potsdam die Bronzeskulptur „Apron“ des südafrikanischen Künstlers William Kentridge als dauerhaftes Kunstwerk eingeweiht. Die 944 Kilogramm schwere Figur, die eine beschürzte Gestalt mit einem überdimensionalen Megaphon als Kopf zeigt, entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen der Hasso Plattner Foundation und dem Kunsthaus MINSK. Der Künstler konnte nicht persönlich anwesend sein, sondern grüßte die Gäste per Video, während Oberbürgermeisterin Noosha Aubel und Dr. Kristina Plattner die Bedeutung des Werkes für den öffentlichen Stadtraum würdigten.
Am Brauhausberg in Potsdam hat sich die Skyline des öffentlichen Raums um ein markantes Werk erweitert. Am 27. Juni 2026 wurde dort die Bronzeskulptur „Apron“ (Schürze) des südafrikanischen Künstlers William Kentridge feierlich eingeweiht. Das 944 Kilogramm schwere Kunstwerk, das als dauerhafte Bereicherung des Stadtraums konzipiert ist, steht nun am Brauhausberg. Der Künstler selbst konnte nicht anwesend sein, grüßte jedoch per Video seine Gäste.
Ein Megaphon als Symbol der Kommunikation
Die Skulptur ist Teil der Serie „Glyph“ des international gefeierten Künstlers, der vor allem für seine Kohlezeichnungen und Animationsfilme bekannt ist. William Kentridge, geboren 1955 in Johannesburg, setzt sich in seinem Werk intensiv mit der Geschichte der Apartheid und den Mechanismen von Macht auseinander. Die Figur auf dem Brauhausberg ist eine beschürzte menschliche Gestalt, deren Kopf und Oberkörper durch ein überdimensionales Megaphon ersetzt sind. Dieses zentrale Element verweist auf die Themen Kommunikation, Protestkultur und die Unschärfen der Verständigung, die für Kentridges Schaffen charakteristisch sind.
Die Direktorin des Kunsthauses, Anna Schneider, führte bei der Einweihung in das Werk ein. Sie hatte die Skulptur bewusst nach Potsdam geholt, um einen Dialog zwischen der Stadt und der Kunst zu initiieren. Wie sie in einem Interview erklärte, sei die Hoffnung, dass das Kunstwerk als Bindeglied in der Sichtachse zwischen dem MINSK, dem Brauhausberg und der Potsdamer Stadtmitte wirke. Die Hasso Plattner Foundation unterstützte das Projekt als wichtiger Kooperationspartner, um den öffentlichen Raum in Potsdam nachhaltig zu bereichern.
Ein historischer Standort für zeitgenössische Kunst
Die Einweihung am Brauhausberg markiert einen weiteren Meilenstein für das Kunsthaus MINSK, das 2023 nach einem umfassenden Umbau neu eröffnet wurde und sich als Ort des Dialogs zwischen DDR-Kunst und internationaler Gegenwartskunst positioniert. Die Skulptur von Kentridge reiht sich ein in eine Reihe von bereits installierten Werken im Außenraum des Museums, darunter Arbeiten von Wolfgang Mattheuer, Ruth Wolf-Rehfeldt und Robin Rhode.
Bei der Eröffnung begrüßte Dr. Kristina Plattner, ein Mitglied des Stiftungsrates der Hasso Plattner Foundation, die Gäste mit einer kurzen Einführung. Auch Oberbürgermeisterin Noosha Aubel würdigte in ihrer Rede die Bedeutung des Projekts für die Stadt. Die Installation steht nun als sichtbares Zeichen für den Austausch. Das Megaphon als zentrales Element verweist auf Kentridges Engagement für Protestkultur, Gerechtigkeit und Versöhnung.