Forsthaus im Eichendorffweg nach Sanierung: Thomas Meier kehrt in modernes Gebäude zurück
Nach einem Jahr Bauzeit steht das Forsthaus im Eichendorffweg mit moderner Bürofläche und einem 150 m² großen Maschinenunterstand wieder bereit
Nach zwölf Monaten Bauzeit erstrahlt das Forsthaus im Eichendorffweg in neuem Glanz. Die fünf Waldarbeiter des Stadtforstes sowie die Verwaltung kehren nun in ein modernisiertes Verwaltungsgebäude zurück, das neben einer zeitgemäßen Arbeitsumgebung einen großzügigen Unterstand für die Maschinentechnik bietet.
Gebäudehistorie
Das einstige, nicht denkmalgeschützte, eingeschossige Rechteckgebäude diente früher als Wirtschaftsgebäude eines Vorwerk‑Gehöfts und beherbergte später die Verwaltungsräume des Stadtforstes.
Sanierung und neue Ausstattung
Im Rahmen der Sanierung wurden die etwa 150 m² große Nutzfläche des Maschinenunterstands an die heutigen Anforderungen angepasst, wie aus der Pressmitteilung vom 12. Mai 2025 hervorgeht. Aus der ehemaligen Garage entstand eine Werkstatt, an die ein Aufenthaltsraum angeschlossen ist. Zusätzlich wurden eine separate Umkleide, ein Sanitärbereich mit zwei Duschen und einer behindertengerechten Toilette eingerichtet.
Der ehemalige fensterlose Büroraum wurde zu einem hellen Besprechungsraum mit Teeküche und großen Fenstern umgestaltet. Stadtförster Thomas Meier erhielt ein eigenes Büro, während seine beiden Büromitarbeiter jeweils ein separates Büro bekamen – eines davon mit optionaler Arbeitsplatzerweiterung. Getrennte Toiletten, darunter eine barrierefreie, gehören nun zum Standard.
Energetisch wurde das Gebäude auf den neuesten Stand gebracht: Eine Fußbodenheizung, eine Luft‑Wasser‑Wärmepumpe und eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgen für ein zukunftssicheres Klima.
Ein etwa 150 m² großer, dreiseitig geschlossener Unterstand wurde für die Maschinentechnik errichtet.
Beteiligte und Finanzierung
Die Gesamtplanung und Bauüberwachung übernahm die Damaske Bauplanung GmbH aus Brandenburg an der Havel (HRB 39229 P). Die Umsetzung erfolgte im Rahmen eines öffentlichen Vergabeverfahrens, bei dem regionale Unternehmen die Aufträge erhielten, ohne Angabe einer genauen Loszahl, da diese Information nicht recherchiert wurde.
Die Sanierungskosten beliefen sich auf 490 000 Euro. Zusätzlich erhielt das Projekt 21.500 Euro Fördermittel vom Land Brandenburg für die energetischen Maßnahmen – ein Betrag, der im Rahmen des landesweiten Förderprogramms für öffentliche Gebäude üblich ist.
Bedeutung für den Stadtforst
Der Stadtforst umfasst rund 3.300 ha Waldfläche, die von acht Mitarbeitenden bewirtschaftet wird – fünf Waldarbeiter und drei Bürokräfte. Davon gelten etwa 500 ha als Schadfläche, die aufgrund von Trockenheit und Schädlingen besonders anfällig sind.
Der Baumbestand setzt sich zu 75 % aus Kiefern, zu 10 % aus Eichen und zu 15 % aus gemischten Arten zusammen, was einen höheren Nadelanteil als der Landesdurchschnitt (ca. 70 % Kiefern, 6,7 % Eichen) bedeutet.
Thomas Meier, seit 2022 Teamleiter Forstwesen und zuvor Forstmeister, sieht in der Modernisierung einen wichtigen Schritt für ein klimaangepasstes Waldmanagement. In einer aktuellen Fördermitteilung sprach er von einer 2,2‑Millionen‑Euro‑Förderung, die das langfristige Ziel verfolgt, den Stadtforst widerstandsfähiger gegen Klimawandel und Schädlinge zu machen.