EWP rät Potsdamer Gärtnern zu sparsamem Umgang mit Trinkwasser bei Hitze

Die Energie und Wasser Potsdam appelliert an die Bevölkerung, in Hitzeperioden besonders sparsam mit Trinkwasser umzugehen, da der größte Hebel zum Sparen im Garten liegt

EWP rät Potsdamer Gärtnern zu sparsamem Umgang mit Trinkwasser bei Hitze
Symbolfoto · Foto: David Ballew / Unsplash

Mit steigenden Temperaturen klettert in Potsdam auch der Verbrauch von Trinkwasser. Die Energie und Wasser Potsdam (EWP) appelliert daher an die Bevölkerung, in Hitzeperioden besonders sparsam mit der Ressource umzugehen. Wichtig ist vorab die Entwarnung für den Alltag: Die Versorgung ist sicher. Für Trinken, Kochen, Waschen und die Toilettenspülung steht ausreichend Wasser zur Verfügung. Der größte Hebel zum Sparen liegt im Garten.

Effizientes Gießen und richtige Techniken

Die EWP rät dazu, wo immer möglich Regenwasser statt Trinkwasser zu nutzen. Wer auf effiziente Bewässerungssysteme setzt, kann den Verbrauch deutlich senken. Besonders empfehlenswert sind Tröpfchenbewässerungen oder Wassersäcke, da sie das Wasser gezielt an die Wurzeln der Pflanzen leiten und so Verdunstungsverluste minimieren. Auch der Zeitpunkt des Gießens spielt eine entscheidende Rolle. Wer in den Morgen- oder Abendstunden gießt, hält die Verdunstung gering; am effektivsten ist das Gießen jedoch in den frühen Morgenstunden, wenn die Verdunstungsrate am niedrigsten ist.

Auch die Gestaltung des Gartens beeinflusst den Wasserhaushalt. Dichter Bewuchs und beschatteter Boden bremsen das Austrocknen. Gut bedeckte Böden speichern Wasser deutlich besser als reine Schottergärten, die nicht nur die Grundwasserneubildung behindern, sondern auch die Verdunstung fördern. Ein im Sommer braun wirkender Rasen ist kein Grund zur Sorge. Die Gräser legen lediglich eine natürliche Wachstumspause ein und treiben bei wiederkehrender Feuchtigkeit oder Regen schnell wieder aus.

Der Trinkwasser-Tacho als Orientierungshilfe

Wie stark das Versorgungssystem aktuell ausgelastet ist, lässt sich am sogenannten Trinkwasser-Tacho der EWP online ablesen. Dieses Instrument, das bereits im Sommer 2025 eingeführt wurde, visualisiert den Gesamtverbrauch des Vortags nach dem Ampelprinzip in drei Farbbereichen. Selbst wenn zwischendurch Regen fällt, kann der Bedarf nach längeren Hitzeperioden zunächst noch hoch bleiben, da das System zeitversetzt auf Wetteränderungen reagiert.

Die Ampel gibt konkrete Handlungsempfehlungen vor. Im gelben Bereich wird empfohlen, die Gartenbewässerung auf maximal zwei Mal pro Woche zu reduzieren und die Beregnung von Rasenflächen ganz einzustellen. Gelangt der Tacho in den roten Bereich, muss die Nutzung von Trinkwasser auf elementare Zwecke wie Trinken, Kochen und Hygiene beschränkt werden. Dies dient der Sicherstellung der Löschwasserbereitstellung. In diesem Fall können zudem behördliche Verbote für bestimmte Nutzungen wie das Befüllen von Pools oder das Waschen von Autos erlassen werden.

„Ein im Sommer braun wirkender Rasen sei kein Grund zur Sorge: Die Gräser legten nur eine Wachstumspause ein und trieben bei Feuchtigkeit wieder aus.“

Der aktuelle Stand des Trinkwasser-Tachos ist auf der Website der EWP einsehbar. Durch die transparente Darstellung soll die Bevölkerung bei Hitzeperioden sensibilisiert werden, ohne dass die Grundversorgung gefährdet wird.