Stiftung sperrt Teile des Branitzer Innenparks wegen dringender Baumpflegearbeiten ab

Seit Montag sind mehrere Wege im Branitzer Innenpark wegen dringender Baumpflegearbeiten gesperrt, um das Risiko von Astabbrüchen zu minimieren

Stiftung sperrt Teile des Branitzer Innenparks wegen dringender Baumpflegearbeiten ab
Symbolfoto · Foto: Lina Herold / Unsplash

Wer in den nächsten Wochen den Branitzer Innenpark in Cottbus besuchen möchte, muss sich auf Einschränkungen einstellen. Seit Montag, dem 20. Juli 2026, sind mehrere Wege im Herzen des Parks vorübergehend gesperrt. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz hat die Maßnahmen eingeleitet, um die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten. Als Grund wurden dringende Baumpflegearbeiten genannt, da der teils sehr alte Baumbestand nicht mehr vollständig sicher ist.

Die Sperrungen betreffen spezifische Bereiche, die durch Totholz und eine erhöhte Astbruchgefahr gekennzeichnet sind. Dazu gehören unter anderem der Weg nordöstlich der Seepyramide auf der Bleyerwiese sowie der Mittelweg zwischen der Grünen Brücke und der Wolfsschlucht. Auch Wege südlich der Seeberge, in der Nähe der Schlangenseebrücke und des Hermannsbergs sowie der südliche Schmiedewiesenweg sind derzeit nicht begehbar. Die Stiftung hat diese Bereiche ab sofort für die Öffentlichkeit geschlossen.

Hauptverbindungen bleiben offen

Trotz der Einschränkungen können Besucher den Park weiterhin nutzen. Die wichtigsten Hauptverbindungen zwischen dem Parkplatz, der Gutökonomie, dem Schloss mit dem Pleasureground, der Schlossgärtnerei, den Pyramiden bis hin zum Tierpark bleiben laut Angaben der Stiftung geöffnet. Dies ermöglicht es, die zentralen Sehenswürdigkeiten des UNESCO-Welterbes Pückler-Parks weiterhin zu erreichen, auch wenn einige der idyllischen Nebenwege vorerst nicht betreten werden dürfen.

Die betroffenen Bereiche sollen je nach Fortschritt der Arbeiten schrittweise wieder geöffnet werden. Ein genauer Zeitpunkt, wie lange die Maßnahmen insgesamt andauern werden, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Die Stiftung plant, die Arbeiten kontinuierlich in den kommenden Monaten abgearbeitet zu sehen. Die Umsetzung der Maßnahmen hängt dabei von der jeweiligen Personal- und Finanzlage ab.

Wetterextreme fordern ihren Tribut

Hintergrund der Sperrungen sind die extremen Wetterkapriolen der letzten Jahre, die dem historischen Baumbestand stark zugesetzt haben. Anhaltende Hitzeperioden, längere Trockenheit und plötzlicher Starkregen haben die Bäume geschädigt. Dadurch habe sich laut der Stiftung vermehrt Totholz gebildet, was das Risiko unvorhersehbarer Astabbrüche stark erhöht hat. Um Besucher vor diesen Gefahren zu schützen, greift die Stiftung zur Verkehrssicherungspflicht.

Der Branitzer Park gilt als eines der zentralen touristischen Ziele in der Lausitz und ist ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Erbes der Region. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz ist für die Pflege und Sicherung dieses einzigartigen Ensembles verantwortlich. Die aktuellen Arbeiten sind ein notwendiger Schritt, um den Park auch für zukünftige Generationen zu erhalten und gleichzeitig die Sicherheit im öffentlichen Raum zu garantieren.