Ehemalige Genthiner Radsportler spenden Räder und trainieren den Nachwuchs auf der Bahn
Ehemalige Genthiner Radsportler Nico Koszior und Sebastian Haas spenden zwei Rennräder und trainieren den Nachwuchs auf der historischen Bahn
Rückkehr an die Wurzeln
Manchmal sind es die schönsten Geschichten im lokalen Sport, wenn ehemalige Leistungsträger den Weg zurück zu ihren Wurzeln finden. Genau das beweisen derzeit die beiden ehemaligen Genthiner Radsportler Nico Koszior und Sebastian Haas. Als langjährige Weggefährten des Radsports und heute erfolgreiche Unternehmer haben sie dem Nachwuchs des Genthiner Radsportclub 66 e.V. nicht nur zwei hochwertige Rennräder gesponsert, sondern leisten auch mit ihrer Zeit einen entscheidenden Beitrag, um jungen Talenten den Einstieg in den leistungsorientierten Radsport zu erleichtern.
Die Spende der beiden Räder erfolgte durch Sebastian Haas, Inhaber des Lindenhofs Genthin, sowie durch Nico Koszior, der den Dachdeckermeisterbetrieb Koszior in der Stadt führt. Beide zeigen damit eindrucksvoll, dass ihre Verbundenheit zum Radsport auch nach dem Ende ihrer aktiven Karriere ungebrochen ist. Doch bei einer rein finanziellen oder materiellen Unterstützung sollte es für Sebastian Haas, den in der Radsportszene liebevoll „Haasi“ nennen, nicht bleiben.
Vom Fahrer zum Trainer
Der ehemalige Rennfahrer hat wieder Blut geleckt und bringt sich seit einigen Wochen mit viel Herzblut in die Nachwuchsarbeit ein. Jeden Mittwoch steht „Haasi“ auf der historischen Radrennbahn Genthin und unterstützt als Trainer das Bahntraining. Mit seiner langjährigen Erfahrung, seiner ruhigen Art und seiner ungetrübten Begeisterung für den Radsport gibt er den jungen Fahrerinnen und Fahrern wertvolle Tipps und motiviert sie, ihre Grenzen zu erweitern.
Besonders bewegend ist dabei, dass sich der Kreis nun schließt. Einst drehte Sebastian Haas selbst als Nachwuchssportler seine Runden auf der Genthiner Radrennbahn, einer Sportanlage, die seit Jahrzehnten als zentrale Trainings- und Wettkampfstätte für den Bahnradsport im Jerichower Land dient. Heute steht er am Bahnrand, begleitet die nächste Generation und gibt sein Wissen weiter. Ein persönliches Detail unterstreicht diese Kontinuität: Mittlerweile hat auch sein eigener Sohn den Weg zum Genthiner Radsport gefunden. Gemeinsam mit den anderen Kindern und Jugendlichen absolviert er voller Begeisterung seine Trainingsrunden und zeigt, dass die Leidenschaft für den Radsport auch in der nächsten Generation weiterlebt.
Ein unschätzbarer Wert für den Verein
Dieses Engagement ist für den 1966 gegründeten Verein von unschätzbarem Wert. Dass ehemalige Sportler nicht nur mit Sachspenden helfen, sondern auch ihre Freizeit investieren und Verantwortung übernehmen, ist im lokalen Vereinsumfeld alles andere als selbstverständlich. Der Verein bedankt sich herzlich bei Nico Koszior und Sebastian Haas für ihre großzügige Unterstützung. Mit der Spende der Rennräder und dem persönlichen Engagement im Training leisten beide einen wichtigen Beitrag, um den Genthiner Radsport auch in Zukunft gut aufzustellen und den Nachwuchs zu fördern.