Brandenburgs Abiturienten bestehen mit 92,9 Prozent und Minister Hoffmann würdigt ihre Leistung
Brandenburgs Abiturienten bestehen mit 92,9 Prozent und erreichen einen Notendurchschnitt von 2,2, was Bildungsminister Gordon Hoffmann würdigt
Nach Wochen voller Stress, Hoffen und Warten ist es endlich so weit: Die Abiturzeugnisse liegen in den Händen. Für die Absolventinnen und Absolventen in Brandenburg beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, nachdem sie sich hart für diesen Moment gearbeitet haben. Die Bilanz für das Schuljahr 2025/26 fällt insgesamt positiv aus. Landesweit haben sich 10.288 Schüler den Abituraufgaben gestellt, von denen 9.555 die Prüfung bestanden haben. Das entspricht einer Bestehensquote von 92,9 Prozent.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen, auch wenn sich leichte Verschiebungen im Vergleich zum Vorjahr zeigen. Die durchschnittliche Abiturnote liegt im Land Brandenburg bei stabilen 2,2. Allerdings ist die Zahl der Absolventen mit der Bestnote 1,0 leicht zurückgegangen: Statt 337 wie im Vorjahr erreichten 297 Schüler den Spitzenwert. Dieser Rückgang könnte mit der Einführung des bundesweiten Abi-Pools in sieben Kernfächern zusammenhängen, der für eine strengere Vergleichbarkeit der Leistungen sorgt.
Zentrale Prüfung und landesweite Bilanz
Die schriftlichen Abiturprüfungen wurden in diesem Jahr in einem zweigleisigen System abgelegt. In sieben Kernfächern – Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, Biologie, Chemie und Physik – erfolgte die zentrale Prüfung über den bundesweiten Abi-Pool. In weiteren 29 Fächern im Land Brandenburg wurden die Prüfungen dezentral organisiert. Der gesamte Prozess verlief ohne besondere Vorkommnisse oder Störungen. Die aktuellen Daten basieren auf dem Erfassungsstand vom 2. Juli 2026; geringfügige Änderungen sind noch möglich.
Gordon Hoffmann, der seit März 2026 das Bildungsministerium in Brandenburg führt, würdigte die Leistung der jungen Menschen. Der Minister zeigte sich beeindruckt von der Disziplin der Absolventen. „Auf diesen Tag haben die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten in Brandenburg viele Jahre hingearbeitet. Die Abiturzeugnisse, die sie sich hart erarbeitet haben, sind ein Zeichen von Disziplin und Durchhaltevermögen. Das verdient unser aller Respekt“, so Hoffmann. Er hofft, dass die Absolventen sich an viele schöne Momente erinnern werden, wenn sie auf ihre Schulzeit zurückblicken. Ein großes Dankeschön richtete der Minister zudem an die Lehrkräfte, die ihre Schülerinnen und Schüler bis zum Abschluss unterstützt und motiviert haben.
Spitzenreiterin aus Brandenburg an der Havel
Auch in der Kreisstadt Brandenburg an der Havel fiel die Bilanz ordentlich aus. Von 315 Schülern, die angetreten waren, haben 291 das Abitur bestanden. Der Notendurchschnitt liegt hier ebenfalls bei 2,2. Die beste Abiturientin der Stadt kommt in diesem Jahr vom von Saldern-Gymnasium.
Die Schule, an der die beste Abiturientin ihr Abitur machte, hat eine lange Tradition. Das von Saldern-Gymnasium wurde 1991 als Gymnasium Neustadt gegründet und erhielt am 29. September 1993 seinen heutigen Namen in Anlehnung an die 1589 gestiftete Saldria. Das historische Schulgebäude in der Franz-Ziegler-Straße, ein denkmalgeschützter Backsteinbau aus dem frühen 20. Jahrhundert, beherbergt die Schule seit 1993. Der Bau wurde zwischen 1906 und 1908 als Doppelschule errichtet und führt die Tradition der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Saldria fort.
Die Ergebnisse der diesjährigen Abiturienten sind ein deutliches Zeichen für die Qualität der schulischen Ausbildung in der Region. Während sich die Zahlen auf Landesebene in einem stabilen Rahmen bewegen, freuen sich besonders die erfolgreichen Schüler und ihre Familien über den neuen Start. Für die erfolgreichen Absolventen beginnt nun die Zeit der Planung für Studium oder Ausbildung – ein Ziel, das sie mit viel Engagement erreicht haben.