Brandenburg an der Havel verkauft Grundstück für Bundesbehörden‑Verwaltungsgebäude, Parkplatz bleibt erhalten
Die Stadt Brandenburg verkaufte ein zentrales Grundstück an die BImA, um dort ein neues Verwaltungsgebäude einer Bundesbehörde zu bauen, während der Parkplatz bis zum Baubeginn erhalten bleibt.
Die Stadt Brandenburg an der Havel hat das Grundstück zwischen Bauhof‑, Flut‑ und Am‑Hauptbahnhof‑Straße an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) veräußert. Dort soll künftig ein neues Verwaltungsgebäude einer Bundesbehörde entstehen – ein Vorhaben, das bereits im Bebauungsplan vorgesehen ist.
Der Verkauf wurde im Februar 2026 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Die östliche Teilfläche des Bebauungsplans Nr. 14 („Behördenzentrum am Hauptbahnhof“) wird damit an die BImA übertragen, die das Grundstück zum Verkehrswert an die Kommune verkauft. Die Stadt behält den bestehenden Parkplatz am Hauptbahnhof bis zum Baubeginn kostenfrei für Pendler.
Verkauf, Standort und Bedeutung
Durch die Transaktion kann die Bundesbehörde ihr neues Verwaltungsgebäude errichten. Die BImA, eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, verwaltet bundeseigene Liegenschaften nach dem Grundsatz des wirtschaftlichen Verwertens und kann unter bestimmten Voraussetzungen Grundstücke an Kommunen veräußern. Der Bebauungsplan sieht neben dem Verwaltungsgebäude weitere städtebauliche Maßnahmen vor, unter anderem die Weiterentwicklung der Parkplatzsituation im Umfeld des Hauptbahnhofs.
„Der Verkauf des Grundstücks ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung des Standorts“, sagte Oberbürgermeister Daniel Keip. „Mit dem geplanten Neubau schaffen wir zusätzliche Arbeitsplätze und können die Parkplatzsituation am Hauptbahnhof weiterentwickeln.“
Die Bundesbehörde plant, mit dem Neubau ihre Präsenz in Brandenburg an der Havel zu stärken.
Parkraum, rechtlicher Rahmen und Finanzierung
Der bestehende P+R‑Parkplatz am Hauptbahnhof bietet kostenfreie Stellplätze und ist seit 2013 Teil des umfassenden Parkplatzkonzepts für das Bahnhofsumfeld. Die Stadt hat mit der BImA vereinbart, die Stellflächen bis zum Baubeginn kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Der Parkplatz bleibt bis zum Baubeginn kostenfrei für Pendler verfügbar.
Der Verkauf erfolgt nach § 23 des Gesetzes über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImAG), das Direktverkäufe unter Verkehrswert für gemeinwohlbezogene Zwecke erlaubt.
Ausblick
Der Baubeginn ist für die Jahre 2028 bis 2029 geplant, sodass der Parkplatz noch mehrere Jahre erhalten bleibt. Sobald das neue Verwaltungsgebäude fertig ist, wird es nicht nur das Stadtbild prägen, sondern auch die Präsenz der Bundesbehörde in Brandenburg an der Havel deutlich stärken.