Landesbetrieb saniert B1 zwischen Jeserig und Gollwitz, Verkehr komplett umgeleitet

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg sperrt im Sommer 2026 die B1 zwischen Jeserig und Gollwitz komplett, um die beschädigte Asphaltdecke auf zwei Kilometern zu erneuern

Symbolfoto · Foto: Ivan Perez Abreu / Unsplash

Baumaßnahme und Zeitplan

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LS) wird im Sommer 2026 die Asphaltdeckschicht der Bundesstraße B1 zwischen den Ortsteilen Jeserig und Gollwitz erneuern. Auf einer Länge von etwa zwei Kilometern wird die Fahrbahn wegen sichtbarer Schäden an der Asphaltoberfläche komplett gesperrt.

Verkehr und Umleitung

Während der Bauphase wird der gesamte Fahrzeugverkehr im betroffenen Abschnitt umgeleitet. Der Umweg führt über die B102 bis Paterdamm, weiter über die Landesstraße L 88 nach Lehnin und anschließend über die L 86. Der Abzweig zur Schlossallee in Richtung Gollwitz bleibt von der Sperrung unberührt. Der Radweg entlang der B1 bleibt für Radfahrende durchgehend nutzbar, sodass der lokale Radverkehr nicht vollständig ausgesetzt wird. Der Zugang für Einsatzkräfte, landwirtschaftliche Fahrzeuge und das Personal der nahegelegenen Kläranlage wird in Abstimmung mit der bauausführenden Firma sichergestellt.

Historischer und ökologischer Kontext

Gollwitz, das erstmals 1375 urkundlich erwähnt wurde, war lange Zeit ein bedeutendes Rittergut. Auch Jeserig, ein Ortsteil von Groß Kreutz (Havel), blickt auf eine Geschichte als Rittergut der Familie von Rochow zurück. Beide Ortsteile liegen unmittelbar an dem Naturschutzgebiet Mittlere Havel, das sich über rund 796 Hektar erstreckt und zahlreiche geschützte Arten beherbergt.

Betreiber

Der Landesbetrieb Straßenwesen ist für Planung, Bau und Unterhaltung von Bundes‑ und Landesstraßen in Brandenburg zuständig und betreut ein Straßennetz von rund 11 389 Kilometern sowie 2 082 Kilometer an Radwegen. Nach Abschluss der Arbeiten soll die erneuerte Asphaltdecke die Verkehrssicherheit erhöhen und die Lebensdauer des Abschnitts deutlich verlängern. Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer können sich auf eine verbesserte Fahrbahnqualität freuen, während der Radweg während der gesamten Bauzeit weiter befahrbar bleibt.