aurea‑aetas präsentiert Bronzezeit‑Mode zum Anfassen bei Archäotechnica 2026
aurea‑aetas präsentiert bei der Archäotechnica 2026 handgefertigte Bronzezeit‑Kostüme, die Besucher*innen nicht nur sehen, sondern selbst anprobieren und erleben können
Die Archäotechnica öffnet am 1. und 2. August ihre Tore im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg. Unter dem diesjährigen Motto „Fasern, Kleider, Schmückendes – Mensch und Mode durch die Jahrtausende“ soll ein interaktiver Streifzug durch die Geschichte der Kleidung und Körperkultur stattfinden.
Archäotechnica 2026 – Rahmen und Programm
Die zweitägige Veranstaltung richtet sich an alle, die Geschichte nicht nur sehen, sondern anfassen möchten. Neben Ausstellungsstücken aus der Dauerausstellung des Museums – rund 10 000 Objekte zur 130 000‑jährigen Kulturgeschichte Brandenburgs – präsentieren verschiedene Living‑History‑Gruppen ihre Rekonstruktionen aus Steinzeit, Mittelalter und Neuzeit. Damit knüpft die Archäotechnica an die Themen der Vorjahre an: 2024 stand die Steinzeit im Fokus, 2025 das Mittelalter, und 2026 rückt die Mode in den Mittelpunkt.
Living‑History‑Gruppe aurea‑aetas
Die Gruppe aurea‑aetas ist seit 2018 aktiv und betreibt das Projekt „Urnenfelderkultur/Bronzezeit“. In diesem Rahmen haben die Mitglieder über 200 handgefertigte Repliken von Kleidung, Schmuck und Alltagsgegenständen aus der späten Bronzezeit geschaffen. Die Projektleitung von aurea‑aetas steht den Besucher*innen für Fragen und Anregungen zur Verfügung und lädt dazu ein, die historischen Trachten selbst zu probieren.
Im Rahmen der Archäotechnica stellt aurea‑aetas ein mobiles „Museum zum Mitmachen“ bereit. Besucher können die Repliken nicht nur ansehen, sondern auch anfassen und an einer interaktiven Modenschau teilnehmen. Die Models präsentieren fundiert recherchierte Kostüme verschiedener Regionen und Zeitstufen, die auf archäologischen Funden aus dem Brandenburger Raum basieren.
Typische Fundgegenstände, die als Vorlagen dienen, sind bronzene Schmuckstücke wie Halsketten und Fibeln, gefärbte Wolltextilien sowie verzierte Keramiken. Durch die detailgetreuen Nachbildungen erhalten die Besucher einen greifbaren Eindruck der materiellen Kultur der späten Bronzezeit.
Historischer Kontext: Späte Bronzezeit und Urnenfelderkultur
Die späte Bronzezeit in Brandenburg erstreckt sich etwa von 1300 – 800 v.Chr. und ist durch die Urnenfelderkultur geprägt. Diese Kultur zeichnet sich durch Brandbestattung und die Beisetzung von Asche in Urnen aus, was zu einer reichen Fundlage aus bronzener Metallarbeit und textilen Überresten führt. Die Rekonstruktionen von aurea‑aetas basieren auf diesen archäologischen Befunden und vermitteln ein möglichst authentisches Bild der damaligen Lebensweise.
Praktische Informationen
Die Archäotechnica findet in der Neustädtischen Heidestraße 28, 14776 Brandenburg an der Havel, jeweils von 10 Uhr bis 17 Uhr statt. Der Eintritt kostet 5 € für Erwachsene, 3,50 € ermäßigt und 10 € für Familienkarten; Kinder unter zehn Jahren haben freien Eintritt. Das Archäologische Landesmuseum verzeichnete im Jahr 2025 rund 30 000 Besucher. Die Living‑History‑Gruppe aurea‑aetas besteht aus etwa 45 aktiven Mitgliedern, die das Projekt gemeinsam umsetzen.
Alle Aktivitäten erfolgen im Einklang mit dem Denkmalschutzgesetz Brandenburg (DSchG), das Vorgaben für öffentliche Rekonstruktionen historischer Kleidung enthält. Besucher, die selbst an der Modenschau teilnehmen möchten, können sich während der Veranstaltung direkt bei den Akteuren von aurea‑aetas melden. Auf Havelblatt stellen wir bis zum 27. Juli die weiteren Akteure der Archäotechnica vor – ein spannender Vorgeschmack auf das, was im August erwartet.