Aubel will die Galeria in Potsdam vor Schließung retten
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel setzt sich für den Erhalt der Galeria-Filiale in Potsdam ein. Der Standort steht erneut vor Schließung
Die einzige Galeria-Filiale in Brandenburg droht erneut die Schließung. In Potsdam hat sich Oberbürgermeisterin Noosha Aubel persönlich eingeschaltet, um das Kaufhaus zu retten. Die parteilose Bürgermeisterin, die seit dem 24. Oktober 2025 das Amt innehat und zuvor von Juli 2024 bis Oktober 2025 Stadträtin in Flensburg war, steht im direkten Austausch mit der Geschäftsführung des Standorts sowie der Konzernzentrale.
In einer Stellungnahme hob Aubel die Bedeutung des Kaufhauses für den Einzelhandel und die Attraktivität der Innenstadt hervor. Hintergrund ist die Ankündigung des Konzerns, bundesweit eine Prüfung der Rentabilität durchzuführen. Die Landeshauptstadt hofft auf eine Einigung, um den Leerstand in der Innenstadt zu vermeiden.
Prüfung der Standorte
Der Warenhauskonzern hatte am Mittwoch bekanntgegeben, 33 der 83 Standorte auf ihre Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Im Fokus stehen vor allem Verhandlungen mit Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen. Der Deutsche Städtetag fordert das Unternehmen inzwischen auf, die betroffenen Kommunen frühzeitig in die Gespräche zur Zukunft der Filialen einzubinden, da Leerstand die Innenstädte schwächen kann.
Geschichte des Potsdamer Standorts
Für Potsdam ist die Situation nicht neu. Bereits im Sommer 2024 hatte es Gerüchte über eine Schließung gegeben. Damals gelang es nach Einigung mit dem Vermieter über die Mietkonditionen, eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu finden und die Filiale zu erhalten. Nun steht der Standort wieder auf der Liste der potenziell gefährdeten Objekte.
Konzern im Wandel
Galeria beschäftigt bundesweit rund 12.000 Menschen und zählt nach Marks & Spencer zu den zweitgrößten Warenhauskonzernen Europas. Der Mutterkonzern meldete Anfang 2024 die dritte Insolvenz innerhalb von vier Jahren an, ausgelöst unter anderem durch die finanzielle Schieflage von Signa. Im April 2024 übernahmen die US-Investmentgesellschaft NRDC Equity Partners und Bernd Beetzs BB Kapital das Unternehmen.