23 Helfer des DRK üben den Ernstfall in Schnöggersburg

23 DRK-Helfer aus Magdeburg und dem Jerichower Land probten in Schnöggersburg den Ernstfall bei einer Großübung mit Hitzewelle-Szenario

23 Helfer des DRK üben den Ernstfall in Schnöggersburg
Symbolfoto · Foto: (Augustin-Foto) Jonas Augustin / Unsplash

Am vergangenen Samstag, dem 18. Juli 2026, herrschte in der Bundeswehr-Übungsstadt Schnöggersburg reges Treiben. Rund 130 Einsatzkräfte nahmen an einer Vollübung der Medizintechnischen Task Force 20 (MTF20) teil. Darunter befanden sich auch 23 Ehrenamtliche des DRK Regionalverbandes Magdeburg–Jerichower Land e. V. Von diesen Helfern kamen 17 aus dem Jerichower Land und sechs aus Magdeburg. Gemeinsam probten sie unter realistischen Bedingungen den Ernstfall, um bei künftigen Großschadenslagen schnell und koordiniert eingreifen zu können.

Das Übungsszenario „Müder Oktopus“

Unter dem Titel „Müder Oktopus“ simulierten die Einheiten eine außergewöhnliche Krise, die das medizinische System an seine Grenzen bringen sollte. Eine extreme Hitzewelle, überlastete Krankenhäuser und ein großflächiger Stromausfall bildeten den Rahmen der Übung. Die Kernaufgabe bestand darin, rasch eine mobile medizinische Versorgungsstruktur zu errichten und die Betreuung zahlreicher verletzter sowie erkrankter Personen sicherzustellen. Die Szenarien waren komplex gewählt, um die Reaktionsfähigkeit der beteiligten Organisationen unter Stressbedingungen zu testen.

Fahrzeugtechnik und Einsatzbereiche

Für die Bewältigung der gestellten Aufgaben brachte der DRK-Regionalverband spezialisierte Fahrzeugtechnik zum Einsatz. Im Einsatz waren zwei Gerätewagen Betreuung, ein Gerätewagen Sanität, ein Krankentransportwagen (Typ B) und ein Mannschaftstransportwagen. Die Ehrenamtlichen unterstützten dabei die Führungsgruppe, die Behandlungsbereitschaft sowie die Patiententransportgruppe der MTF20. Diese Ausstattung war notwendig, um die medizinische Infrastruktur in der Übungsstadt aufrechtzuerhalten und die Versorgung der „Patienten“ sicherzustellen.

Koordination im Ernstfall

Die größte Herausforderung lag vor allem in der Abstimmung der vielen beteiligten Einheiten. Marco Krüper, Ansprechpartner der MTF20 für das Jerichower Land und Ehrenamtskoordinator des DRK-Regionalverbandes, war für die Koordination der Ehrenamtlichen verantwortlich. Ziel der Praxisübung war es, die komplexen Abläufe weiterzuentwickeln und klare Zuständigkeiten selbst bei einer hohen Anzahl an Akteuren zu festigen, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Verbandsseitig gab es im Nachgang großes Lob und Dank an die ehrenamtlichen Helfenden für ihren Einsatz und die reibungslose Zusammenarbeit. Solche Übungen sind essenziell, um die Einsatzbereitschaft der Hilfsorganisationen im Katastrophenfall zu gewährleisten.